Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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IL Chirurgie und Ophthalmologie. 417 
Unterschenkel, dass er diesen nicht recht fortbewegen könne, 
Da ich durchaus keine Verletzung an demselben entdecken konnte, 
so schloss ich gleich auf die Bedeutung seiner Kopfverletzungen, 
diese waren; 1) Eine auf dem vordern Theil‘des rechten Schei- 
telbeins, da wo sich letzteres mit dem Stirnbein verbindet; bes 
ündliche 2 Zoll lange, stark klaffendey mit gequetschten und 
ungleichen Rändern versehene, noch blutende Wunde, welchs 
bei näherer Untersuchung eine bedeutende Knochenverletzung 
mit starker Niederdrückung eines 14 Zoll langen und + Zoll 
breiten Knochenstücks ergab, das mit noch einigen kleineren 
Knochenstückchen unmittelbar auf der härten. Hirnhaut lag und 
fest eingekeilt war, so dass es mir unmöglich wurde, dasselbe 
ohne Erweiterung der Kuochenöffnung zu entfernen, indem letz- 
tere viel kleiner als das deprimirte Knochenstück war, welches 
mehr von der innern — Glastafel — als von der äussern Tafel 
der Hirnschale enthielt. Ausserdem waren noch mehrere Fis= 
suren, von dieser Oeffnung ausgehend, worhanden, deren Ver«- 
lauf obne nutzloses Durchschneiden der Kopfschwarte nicht wei- 
ter zu ermitteln war. 2) Eine quer über die Vereinigung 
der Pfeilnath‘ mit der‘Kronnath laufendey 3 Zolt lange, 4 Zoll 
klaffende , mit gequetschten und hohlen Rändern versehene Wun- 
de, welche bis auf das Pericranium drang... 3) Eine gleiche 
Wunde von derselben Grösse und Beschaffenheit auf der linken 
Seite des Hinterhauptbeins, Die beiden letzteren Wunden wa- 
ren durch das Fallen zwischen die Sandsteine entstanden, 
Gleich vom Anfang hatte ich den Kopf von seinen Haaren ge- 
säubert und nach der Entdeckung der Knochenverletzung die 
Wunde Nr. 1 sowohl in ihrer Länge erweitert, als auch ins 
Kreuz durchschnitten. Da ich zu deutlich mich überzengte,‘ dass 
mein Bemühen, das deprimirte Knochenstück aus der Schädelöff- 
nung zu entfernen, vergebens‘ set, stand ich. davon ab, und 
verschob das Weitere — die Tvrepänation — da es überdies 
Mitternacht und mein Wohnort 2 Stunden entfernt war, auf 
den folgenden Tag, was ich um so beruhigter thun konnte, da, 
ausser der schon beginnenden Lähmung des rechten Unterschen- 
kels, weiter keine beunruhigenden Symptome vorhanden waren. 
Ein Aderlass von 16 Unzen, eine antiphlogistische Mixtur und 
kalte Umschläge auf den Kopf waren die von mir in Anwen- 
dung gebrachten Mittel, = Den folgenden Tag war zwär der 
Pat. noch bei seinem Bewusstsein, allein er klagte doch über 
ein gewisses Gefühl von Eingenommensein und Druck im Kopf; 
der Jähmungsartige Zustand‘ des rechten Unterschenkels - war 
stärker geworden. Ich schritt sofort zur Entfernung des gänzs 
lich getrennten und deprimirten Kuochenstücks, zu welchem Bes 
hufe mittelst der Trephine zwei Kronen angewendet werden 
mussten, worauf dieses grosse Knochenstück mit noch vielen 
andern kleineren Stückchen, wovon einige fest in der harten 
Summarium d. Mediecin. 1837. LIE. 97
	        
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