Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

300 ‚IM. Chirurgie und Ophthalmologie. - 
sonst etwas darauf deutete. Eben 80 wenig konnte man ga- 
strische Unreinigkeiten annehmen. Zeichen eines organischen 
Fehlers im Herzen oder sonst wo fehlten auch. Er juvantibus 
et nocentibus liess sich gleichfalls nichts ermitteln, denn weder 
Aderlässe, noch wiederholte Brechmittel, noch Abführungen, 
noch sonst ein anderes Mittel hatte irgend Milderung der Zu- 
fälle hervorgebracht, Es liess sich also nur eigenthümliche pri- 
märe Alfection des Nervensystems , des Hirns' oder Rückenmarks 
voraussetzen, die wohl schwerlich von einem organischen Feh- 
ler abhing, da das Uebel so ‘schnell und plötzlich entstand. 
Lange erhielt Pat. die verschiedensten Mittel, doch vergebens. 
Endlich schritt S.. zum Stannum muriaticum, doch musste er 
es lange nehmen lassen, ehe auch nur die geringste Reaction 
erfolgte und Alles, was er dadurch erreichte, war nur Milde“ 
rung des Uebels. Die Anfälle kamen seltener und waren nicht 
mehr so hefug. Pat. hat seitdem auch mehrere Mineralbäder 
besucht - doch ohne dass das Uebel gründlich geheilt wurde, 
Brachte auch hier das Mittel keine Heilunz zu Wege, 80 lei- 
stete es doch, was. kein anderes vermochte, und S, zweifelt 
keineswegs, dass noch bei vielen andern ähnlichen krampfhaften 
Vebeln sich viel von diesem Mittel hoffen liesse, besonders 
wenn die vielleicht vorhandenen materiellen Ursachen des 
Vebels gehoben worden sind, Hufeland’s Journ. d. pract. 
Heilk. 1837. Septbr.} 
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HI. CHmuRGIE und ÖPHTHALMOLOGIE. - 
185. Schädelbruch mit Niederdrückung eines 
bedeutenden Knochenstücks; von Dr. Scnencx in Nie- 
deraula in Kurhessen. Am 53. Sept. 1836 arbeitete A. D., 
welcher Maurer und ein ziemlich kräftiger, junger Mann von 
32 Jahren ist, auf einem Bauplatz, welcher sich am Fusse eines 
hohen Berges befand; als er hier mit Mauern beschäftigt war, 
fällt aus den Händen eines 16 Fuss hoch über ihm stehenden 
unvorsichtigen Lehrburscheus eine 3 Fuss lange, 2 Fuss breite 
und.+} Füss dicke Steinplatte, und zwar höchstwahrscheinlich 
nur neben demselben, aber so herab, dass sie mit einer Ecke 
seinen Kopf so heftig: trifft, dass D. einige Schritt weit zwi- 
sachen grosse Sandsteine geschleudert wird, Ohne bewusstlos 
zu seyn, erholte er sich schnell wieder und nachdem er sich von 
seinen bedeutenden Koptwunden überzeugt hat, geht er in Be- 
gleitung seines Kameraden :nach seiner Wohnung, worauf er 
alsbald zu mir schickt. Ich fand denselben noch immer bei 
vollem, klarem Bewusstsein und er erzählte mir selbst, wie er 
verwundet worden seiz zugleich klagte er über den rechten 
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