Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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2. Materia medica und Toxikologie, 405 
ia die Medicin eingeführt zu werden verdiene. Sein lieblicher 
Tannengeruch mit mildem, gewürzhaltem Geschmacke dürften 
demselben wohl, besonders zum innerlichen Gebrauche, den 
Vorzug - vor dem widerlich riechenden und breunend scharf 
schmeckenden Terpenthinül verschaffen, da seine genetische und 
chemische Verhältnisse auf gleiche, oder ähnliche Wirkung 
schliessen lassen. Der damit bereitete Oelzucker ist ein gar 
nicht unangenehm schmeckendes Präparat, Das in Rede ste- 
hehde Oel gehört übrigens zu den leichtesten, ätherischen Oelen, 
Das Eigengewicht, des auf verschiedene Art. dargestellten Oels 
schwankt zwischen 0,537 — 0,54 und 0,85, von denen das 
mittlere das Normalgewicht sein dürfte, In Aether und abso- 
Jutem Alcohol löst es sich in jedem Verhältniss. Von gewöhn- 
lichem Alcohol sind 10 Theile zu seiner Lösung nöthig. Kine 
Unze destillirten Wassers nimmt davon 3 Tropfen mit Trübung 
auf, Mit Jod fulminirt es, duch schwächer als Terpenthio- 
oder Wachelderöl. Das Verhalten zu Kalium scheint zu be- 
weisen, das es wie dass reine Terpenthinöl zu deu sauerstoff- 
[reien Oelen gehöre, — Der Verf, erbietet sich zu Versuchen 
in der Praxis nicht nur die dazu nöthigen Proben von diesem 
Oele, 80 weit seine Vorräthe erlauben, abzugeben, sondern 
dieselben im Grössern auch zu diesem Behufe zu bereiten, 
Nach den bisherigen Destillatiousversuchen dürfte auch das äthe- 
rnsche Oel nicht theuer zu stehen kommen, während das fette 
jedenfalls sehr billig zu: gewinnen ist. [Med. Corresp.- Bl, d, 
würt. ärztl. Vereins, Bl "IE Nr. 421.] 
181. Das Secale cornutum;z von Dr. GorreL in 
Elbing. Nach den Erfahrungen des Vers, ist das Secale cor- 
nudım ein wirklich specilsches, regelmässige Wehen befördern-= 
des Mitte! , denn nie hat es ilin iw Geburtsfällen, wo die Ge 
burt allein wegen Ausbleibens regelmässiger Wehen nicht er- 
lolgen koante, verlassen. Ks half jedes Mal schnell und sicher 
durch Erregung kräftiger, regelmässiger Wehen und wird es 
gewiss Jmmer, wenn überhaupt nur der Fall von der Art ist, 
dass müglicher Weise noch regeimässige Wehen eintreten und 
sulche auch die erwartete Hülle bringen können. Wird es ge- 
geben, wo zwar allerdiags regelmässige Wehen fehlen, die 
Geburt aber nie anders, ais durch Kunst beesdigt werden kann, 
da wirkt es natürlich nachtheilig, reizt den Uterus zu unnützen 
Contractionen, schwächt Mutter und Kind und veranlasst ge 
lährliche Mutterblutlüsse nach der Entbindung aus: unnöthig 
herbeigeführter Erschlaffung der übermässig angestrengeen Mus- 
kelfasern des Uterus, die nicht so schnell der nöthigen Zusam- 
menziehungen nach der Entbindung wieder fähig sind. Wo 
aber alle Bedingungen zur normalen Geburt gegeben sind und 
8 nur an regelmässigen und kräftigen Wehon dehlt, da ist es 
gauz am seinem Platze und hilft jedes Mal Der Verf, giebt
	        
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