Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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Il. Materia medica und Toxikologie. 401 
Gefühl von Vollsein im Unterleibe zu beseitigen, Im Jahre 
1836 war der Aderlass unterblieben, worauf sich zuweilen Rü- 
ckenschmerzen, Volisein im Unterleibe ‚und Kopfschmerz ein- 
stellten, Der sonst stets ruhige Mann erlitt einen Verlust in 
seinen Geschäften und kümmerte sich im Stillen darüber, Im 
Monat Juli d. J. wurde er plötzlich, indem er sich bei einem 
Geschäfte bückte, von Schwindel befallen, so dass ‚er besin- 
nungslos zu Bett gebracht werden musste, wo er nach einer 
halben Stunde wieder zu sich kam. Von dem Augenblicke an 
ging der Urin unwillkührlich ab. Ein: Wundarzt liess dem 
Kranken zur Ader und gab ihm: als Abführungsmittel einige 
Zeit Glaubersalz. ‚Nach und nach besserte sich der Gesund« 
heitszustand desselben so weit, dass er wieder umhergehen und 
etwas arbeiten konnte, aber der Abfluss des Harns dauerte fort, 
wodurch der Mann in eine sehr traurige Gemüthsstimmung ver- 
setzt wurde, Der jetzt zu Rathe gezogene B. fand, dass eine 
Lähmung des Schliessmuskels der Urinblase vorhanden sei; die 
Bewegungskraft der unteren Extremitäten war geschwächt, die 
Esslust erträglich und die Stuhlausleerung- nicht gestört« Ein 
Fieber war nicht vorhanden, B. verordnete einen Aufguss der 
Angelicawurzel mit Aether, wodurch die Schwäche in den Ex- 
lremitäten sich minderte, auch der Gemüthszustand sich verbes- 
serte , die Urinabsonderung aber dauerte fort. Jetzt schritt B. 
zur Inneren Anwendung des Strychnins. Er liess einen Gran 
desselben. in 2 Unzen destillirten Wassers :auflösen und die Auf- 
lösung mit Zucker versüssen. Morgens und Abends wurde ein 
Esslöffel davon gereicht und nach und nach mit der Gabe auf 
zwei Esslöffel gestiegen. Schon nach einem 14tägigen Gebrau- 
che hörte der Abfluss des Urins auf, die Kraft des ‚Schliess« 
muskels der Harnblase kehrte ganz. zurück. und der Kranke 
wurde vollkommen hergestellt, ohne dass weitere Erscheinun- 
zen während des Gebrauchs des Strychnins wahrgenommen 
wurden, [Med, Zeit, v. Vereine f, Heilk.: in Pr. 1837. 
Nr. 38.1. 
479. Specifische Wirkung der Chinarinde ge« 
gen chronisch gewordene Ophthalmieen; vom Amts- 
physikus Dr. Ernmann ion Dresden... Die erwähnte Wirkung 
fand E. in mehreren Fällen bestätigt, als: a) bei einem Sjäh- 
rigen Mädchen, welches an scrophulöser, rheumatischer Augen= 
entzündung litt, wobei die Conjunetiva und Albuginea blutroth 
erschien, der höchste Grad der Lichtscheu und eine ‚solche 
Geschwulst der obern Augenlider eingetreten war, dass sie den 
Umfang eines halben Hühnereies erreicht hatten, welches‘ man 
besonders dem Verfahren, in entzündete Augen reizende Augen= 
wasser zu tröpfeln, zuschreiben musste. Als mehrere Wochen 
hindurch antiphlogistische , ableitende Mittel, auch Antimonial- 
und Quecksilbermittel und Bähungen vergeblich versucht worder 
Sammarium d. Mediein. 1837. IL 26
	        
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