Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

f. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 397 
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über die ganze Brust verbreitet. Die Percussion gab einen so= 
noren Ton über den grössten Theil des Thorax, mit Ausnahme 
der Herzgegend. Der Unterleib war gespannt und ausgedehnt, 
die Hypochondrien empfindlich, die Füsse ödematös angeschwol- 
len, ‘der Appetit vermindert, der Stuhlgang regelmässig. Ader- 
lässe, Blutegel, kalte Umschläge, Vesicantien auf die Brust, 
innerlich antiphlogistische und ableitende Mittel führten zwar 
einige Erleichterung herbei, doch starb der Kranke in einem 
Krampfanfalle, nachdem er 18 Tage behandelt worden war. 
Die Section ergab Folgendes: Die Brusthöhle enthielt eine be- 
deutende Menge wässeriger Ausschwitzung und der Herzbeutel 
7 Unzen Serum. Das Herz war in seinem ganzen Umfange um 
die Hälfte vergrössert und in allen seinen Wänden gleichmäs- 
sig verdickt. Rings sowohl um die Falvula tricuspidalis des 
rechten Herzens, als um die Yalvula mitralis, fanden sich in 
der Herzsubstanz mehrere wallnussgrosse , gleichfürmige, fast 
knorpelharte , gelbliche, steatomartige Massen abgelagert, wel- 
che die Mündungen verengten und fast unbeweglich machten, 
Die Aorta ascendens erschien etwas erweitert, In der Unter- 
leibshöhle fand man Erguss von hellem Serum und die Leber 
vergrössert, [Med. Zeit, vn. Vereine f, Heilk, in Pr. 1837. 
Nr. 37.] : 
176. Entzündung und Eiterung des Penis; von 
Dr. Lozscner in Lübben, . Zu L. wurde ein Bauernbursche 
von 17 Jahren gebracht, der über grosse‘ Schmerzen am Penis 
und Beschwerden beim Urinlassen klagte. Bei der Untersu- 
chung fand L. den Penis stark angeschwollen, heiss, bläulich- 
roth, die Eichel wie bei der Chorda gekrümmt, bei der Be- 
rührung schmerzhaft, übrigens keinen Schleimausfluss aus der 
Harnröhre, Dicht am Unterleibe, rund um die Wurzel des 
Penis, zeigte sich wie ein Krauz eine, einige Linien breite, 
missfarbige Geschwürsfläche , welche ziemlich tief eingegriffen 
und das Ansehn hatte, als ob der ganze Penis durch Brand 
abgestossen werden sollte. Die Execretion des Urins war zwar 
beschwerlich und schmerzhaft, aber doch möglich. Der Kranke 
hatte ein sehr angegriffenes Ansehn. Alle Nachforschungen des 
Arztes über die Veranlassung des Uebels blieben fruchtlos und 
die Frage, ob etwa um das Glied etwas umgebunden worden 
sei, wurde von dem Kranken bestimmt verneint. Um den Ge- 
schwürstreifen genauer zu untersuchen, wurde eine Metallsonde 
zu Hülfe genommen, und zum Erstaunen des Arztes entdeckte 
er mit der Sonde einen harten y klingenden Körper. Jetzt he- 
kannte der junge Bursche, dass er sich vor 14 Tagen, als er 
das. Vieh auf der Weide hütete, einen messingenen Ring über 
den Penis bis dicht an den Unterleib gebracht habe, den er 
aber. wegen eiugetretener Anschwellung des Gliedes nicht wie- 
der herunter bringen konnte, Obgleich zu der Auschwellung
	        
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