Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

394 I. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 
konnte, Der Knochen war an diesen Stellen resorbirt, so dünn 
wie starkes Papier und vollkommen durchsichtig. Diesen Gru- 
ben entsprechend sah man die dura@ mater in 2 begrenzte Ge- 
schwülste erhoben, Die dura muter war äusserlich normal, 
nur etwas blutreich; nach ihrer Wegnahme erschien auf der 
ganzen Oberfläche des Gehirns zwischen der Arachnoidea und 
Pia mater eine bedeutende Menge seröser Ausschwitzung, wel- 
che die Arachnoidea an einzelnen Stellen blasenförmig hervor- 
hob; Die innere Fläche der dura mater zeigte eine chronische 
Entzündung; sie war an mehreren Stellen durch Filamente mit 
der Arachnoidea fest verbunden und die innere Fläche raub, 
Die oben ‚erwähnten beiden Geschwülste bestanden aus reiner 
Marksubstanz; den grösseren Tumor bildeten 2 Gyri, den klei- 
neren nur einer, Die Geschwülste waren nicht von der übri- 
gen Gehirnmasse getrennt, sondern gingen allmählig in dieselbe 
über, Bei einem horizontalen Durchschnitte derselben fand man 
die Substanz lederartig, hart und sehr zühe, so dass man das 
abgetragene Stückchen, mit beiden Händen: gefasst , aus einander 
ziehen konnte, worauf es dann wie Sehnenfasern zerriss. Nach 
vollkommener Abtragung der Geschwülste traf man die Mark- 
substanz von derselben zähen, lederartizen Beschaffenheit. Die 
graue Substanz, die in geringer Menge vorhanden war, befand 
sich im normalen Zustande, Der Querdurchschnitt des abgetra- 
genen Gehirns liess keine besondere Blutanhäufung bemerken, 
Die ganze Marksubstanz, das Corpus callosum und der linke 
Thalamus opticus waren hart und zähe; die beiden Ventrikel 
stark ausgedehnt und mit seröser Flüssigkeit angefüllt und auch 
der dritte Ventrikel enthielt eine Menge seröser Flüssigkeit. 
Bei der horizontalen Abtragung des rechten Sehnervenhügels 
kam man auf eine Abscesshöhle, die die Grösse eines Tauben- 
eies hatte und mit jauchigem Eiter angefüllt war. Das Gehirn 
in der Nähe dieses Abscesses war sehr weich und floss an dem 
Scalpell herab. Das Chiasma nervorum opticorum war strang« 
artig hart und liess sich nur mit Mühe zerreissen. Der Plexus 
choroideus war nicht sehr blutreich und die Gefässe nicht aus- 
gedehnt. An der Glandula pinealis hing eine grosse Hydatide, 
Die Hirnschenkel und das verlängerte Mark hatten dieselbe 
zähe, harte Beschaffenheit, wie die Marksubstanz des Gehirns, 
Der vierte Ventrikel war ebenfalls mit seröser Flüssigkeit an- 
gefüllt und diese setzte sich noch ins Rückenmark fort. Das 
kleine Gehirn bot keine abnorme Substanzveränderung dar. 
[Med. Zeit. v. Vereine f. Heilk, in Pr. 1837. Nr. 43.] 
‘173. Hirn-Tuberkeln; von Dr. WeoceLEeR jun, in 
Coblenz. Ein 2} Jahr altes Kind eines phthisischen Vaters 
wurde plötzlich von Convulsionen befallen, nachdem es mit gu- 
tem Appetit gefrühstückt und unterlag denselben innerhalb 2 
Stunden , aller angewandten Mittel ungeachtet, Sieben Monate 
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