Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

392 € Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 
daher kommen mag, dass von fast allen Schriftstellern ganz 
verschiedene Uebel zum Hydrocephalus gerechnet werden, theils 
daher, dass man bei den Sectionen gewöhnlich zufrieden gewe- 
sen ist, das pathologische Product gefunden zu haben und da- 
durch sich berechtigt hielt, eine vorhergegangene Entzündung 
als Grund der Krankheit anzunehmen. So haben Hydrocepha- 
Tus acutus und chronicus ausser ihrem Sitze nicht das geringste 
Aehnliche, . Auch die ‚Apopleria aquosa scheint nicht zu die- 
ser Krankheitsfamilie zu gehören, was man doch gewöhnlich 
annimmt. Noch viel weniger ist dies der Fall hinsichtlich des 
8. g. Hydrocephalus externus, wobei oft das Hirn gar nicht 
afficırt ist. Unter den bei den Schriftstellern vorkommenden 
Arten des Hydrocephalus acutus sind manche nur unbedeutende 
Modificationen und daher streng zu scheiden, wie z. B, 
die von P. Frank vorgenommene Trennung dieses Uebels in 
H. meningum und Hydrops ventrieulorum cerebri. Alle diese 
Verschiedenheiten dürfen zwar nicht unberücksichtigt bleiben, 
werden aber doch nur durch unwesentliche Momente zu Wege 
gebracht, da das Hauptleiden in allen Fällen sich gleich ist. 
Nach M. besteht das Wesen des Hydrocephahis acutus in einem 
grethisch-congestiven Zustande des Hirns, der nur das Kindes- 
alter befällt und dem stets Neigung zu wässeriger, seröser oder 
Iymphatischer Ausschwitzung ione wohnt, Gegen die entzünd- 
liche Natur des Uebels spricht sich der Verf. ausführlich aus, 
Was die Behandlung des Uebels anlangt, so muss bei genauer 
Berücksichtigung des Ganges und Wesens des Hydrocephalus 
acutus das Heilbestreben beim Beginnen der Krankheit dahin 
abzwecken, den aufgereßten Zustand des Hiros möglichst bald 
zu mildern, ” Gelingt dies durch Blategel und innere und äus- 
sere Mittel nicht, so zeigt das Uebel Tendenz, sich durch seröse 
oder 1ymphatische Absonderung zu entscheiden, Geschieht dies 
nach innen aufs Hirn, 80 erfolgt gewöhnlich der Tod, es muss 
deshalb Hauptbestreben des Arztes seyn, diese critische Thä- 
tigkeit nach aussen zu leiten. Dies Können alle äussern Reiz« 
mittel bewirken, doch ist die Ableitung durch das Ung. tart, 
stib. nach den mehrfachen Erfahrungen des Verfs, hier so 
eigenthümlich und heilsam, wie kein anderes Mittel, ‘ Den 
Grund davon sucht M. in Nachstehendem: 1) haben diese 
Einreibungen vor andern äussern Reizmitteln den Vorzug, 
dass sie erst dann Schmerz machen, wenn sich bereits der 
Ausschlag gebildet hat, also zu einer Zeit, wo die kritische 
Tendenz nach aussen gewöhnlich schon in solchem Gange ist, 
dass der Schmerz als neuer Reiz nicht so leicht schaden kann. 
2) Da Erfahrung lehrt, dass kein Mittel den Sturm des Blut- 
systems gründlicher mildert und zugleich das lymphatische Sy- 
stem zu critischen Ablagerungen nach aussen besser anspornt, 
als der Brechweinstein in kleinen Gaben innerlich, so darf man 
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