Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

fi. Pathologie, Therapie und medicinische Klivik, 387 
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furchtbaren Muskelkrämpfen nothwendig sind, ist mit der Er« 
tahrung übereinstimmend, dass sie aber nur bis zur Wiederbe« 
lebung der Kräfte anzuwenden sind, ist von grosser practischer 
Wichtigkeit. Ohne typhöse Symptome wird selten ein asphy- 
ctischer Kranker genesen und selien tritt die erethische Form 
aus der paralytischen von neuem hervor. Der Typhus choleri- 
cus hat aber weder‘ mit Zyphus cerebralis noch mit Typhus 
abdominalis Aehnlichkeit, am meisten gleicht er den gastrisch- 
nervösen Fiebern und entscheidet sich wie diese. durch gallichte 
Ausleerungen. Die Urinabsonderung ist oft fünf Tage lang 
ganz unterdrückt, Das nachfolgende Fieber scheint wesentlich 
zu seyn, um die Krankheit zu beseitigen, Wie bei der Cho- 
lera sporadica ein erethisches Fieber nicht selten ist und die 
Krankheit rasch dadurch gehoben wird, 80 tritt bei der Cho- 
lera asiatica diese eigenthümliche Form von Fiebern auf. Bei 
Kindern gleicht dasselbe oft den hyprocephalischen Fiebern voll« 
kommen. Bis jetzt war es mir nicht möglich, ohne Typhus 
die asphyotische Form zu heilen; dass mit der Zeit die Cholera 
ihren bösartigen Character verlieren wird, dass sie bei etwa 
spätern Wiedererscheinen sich mehr und mehr akklimatisirt, 
scheint schon unsere zweite Epidemie wahrscheinlich zu machen, 
Nach meinen Erfahrungen bediente ich mich in der Cholera 
asphyctica folgender Mischung bisweilen mit Erfolg : Rec. Phos- 
phori grana duo solv. in Olei animalis aetherei Aetheris sul« 
phurict aa. dr. ]. D. S. Halbstündlich zehn Tropfen in Wasser zu 
nehmen, Von Nauseosis konnte man wenig Erfolg sehen, da 
der Organismus nicht mehr auf sie reagirt, deshalb schien mir 
das Dippel’sche Oel wegen seines widerwärtigen durchdrin- 
genden Geschmacks in Verbindung flüchtiger Mittel dazu beizu«- 
tragen, die Crisen durch das Erbrechen zu unterhalten, Nur 
bei heftigen Krämpfen verband ich damit Opium. Ich reichte 
diese Mischung so lange, als bis der Puls wieder fühlbar wurde 
und Wärme eintrat. Congestionen nach einzelnen Organen be- 
obachtet man meist am zweiten Tage und dann tritt der Zeit« 
punct ein, wo ein Aderlass und besonders lokale Blutentziehung 
nützen, Kalte Umschläge zog ich den kalten Begiessungen vor. 
Vor dem siebenten Tage ist der Kranke nicht ausser Gefahr, 
Man unterstützt die Crisen mit milden Mitteln und behandelt 
den Typhus nach Hildenbrand’s treffenden Vorschriften, Für 
die Prognose ist es nicht unwichtig, ob sich die asphyctische 
Form aus epidemischer Diarrhöe entwickelt, Bei plötzlichem 
Eintreten der Krankheit gelingt unter zehn Fällen die Heilung 
zwei Mal. Die Intensität der Krankheit ist hier bei weitem grös- 
ser und wenn eine Ansteckung möglich ist, so halte ich sie 
hier nur für wahrscheinlich. ‘ Jede Choleraepidemie afficirt wie 
alle Epidemien jeden Kranken eigenthümlich. Viele bekommen 
Diarrhöe , Andere erethische Cholera, Wenige ‚erkranken an der 
Fi
	        
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