Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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1. December 1837. 
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I. PATHOLOGIE , THERAPIE und MEDICINISCHE KLINIK, 
169. Ueber die Cholera asphyctica; von Dr. 
Nıemann im Magdebury. Ungeachtet dass die Cholera nun fas 
alle Welttheile durchzogen hat, so ist man leider in der Be« 
handlung der bösartigen Form nicht weiter gekommen. Es kann 
daher meine Absicht nicht seyn, eine neue eigenthümliche Be- 
handlungsart aufstellen zu wollen, doch glaube ich dadurch 
etwas zu nützen, wenisstens vor Anwendung der Mittel zu war- 
nen, die bis jetzt ohne Erfolg gebraucht wurden, Nach den 
bewährtesten Erfahrungen eines Annesley vertraute auch ich 
bei der ersten Epidemie 1831 auf Aderlässe und Calomel mit 
Opium, sah aber leider selbst in solchen Fällen, wo es noch ge» 
lang aus den Venen Blut zu bekommen, wenig Erfolg davon, 
nur in erethischen Formen nützte der Aderlass und das Calo- 
mel mit Opium verbunden... Die Krankheit wurde oft abge- 
schnitten und ging nicht in die asphyctische Form über, bei 
wirklicher Cholera paralytica wirkte das Calomel nicht schnell 
genug, um die so nöthigen Mercurialausleerungen hervorzubrin- 
gen, wodurch es vorzugsweise die Ausführung des Krankheits- 
stoffs bewirkt. Eben so wenig kann ich die Wirksamkeit des 
Camphers, des Ammonium carbonicum und anderer gepriese- 
ner Mittel durch günstige Erfahrungen bestätigen; nur in einem 
ganz hoffuungslosen Falle wirkten Klystiere von gr. x. Extr. 
nuc, vomicae spirituosi so günstig ein, dass Reaction und Ge- 
nesung erfolgte, Auch Hautreize, Dampfbäder, das Glüheisen 
blieben ohne Erfolg, der Tod überraschte die Kranken oft, che 
noch die Mittel wirken konnten, besonders in der ersten Epi« 
demie starben dieselben ohne alle Vorboten, oft schon in vier 
bis sieben Stunden, Dass bei der Mehrzahl der Kranken, die 
ganz kalt und pulslos in Behandlung kamen, selbst nach dem 
Tode wieder Wärmeentwickelung Statt fand, dass bei einigen 
die krampfhaften Bewegungen in den Händen noch eine Vier- 
telstunde nach dem Tode fortdauerten , habe ich öfters beobach- 
Summarium d, Medicin. 1837. III 25
	        
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