Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

II. Materia medica und Toxikologie, 33 
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ren, ohne dass der Schmerz bedeutend sich verminderte, Pat, 
auch ungeduldig wurde und sich weigerte, ferner Mittel zu ge- 
brauchen, entschloss sich der Verf. dazu, den Curplan zu än- 
dern und das Uebel als versteckte Intermittens zu behandeln. 
Da die Zunge immer noch etwas belegt war und sich Conge= 
stionen nach oben vorfanden, so wurde zuerst ein Brechmittel 
verordnet, das gallige und schleimige Stoffe ausleerte, ohne 
dass die Schmerzen irgend abnahmen, Der Verf. schritt nun 
zum Chininum sulphuricum und liess von demselben von Früh 
bis Nachmittags 4 Uhr alle 2 Stunden 2 Gran nehmen, 80 dass 
täglich etwa 10 Gran verbraucht wurden, Am nächsten Abende 
trat zwar die Exacerbation wieder ein, doch nicht so heftig, 
als an den früheren Tagen; der Schmerz am Tage blieb sich 
in dieser Zeit ganz gleich, Nachdem aber Pat. das Chininum 
3 Tage verbraucht hatte, blieben die Exacerbationen ganz aus 
und von jetzt verminderte sich der den Tag über andauernde 
Schmerz erst und Hess täglich an Heftigkeit nach, so dass nach 
1itägiger Anwendung des Chinins aller Schmerz gewichen war, 
Pat. nahm das Mittel, damit man Rückfällen vorbeuge, noch 
längere Zeit fort und nach 3 Monaten, wo der Verf. diese 
Mittheilung niederschrieb, befand sich dieselbe noch ganz wohl, 
— 11 Eine 75jährige Frau, angeblich früher immer gesund, 
klagte nur in den letzten Jahren oft über Engbrüstigkeit, be 
sonders beim Treppensteigen. Am 1. Nov. Nachmittags wurde 
der Verf, zur Kranken gerufen und fand Folgendes: Pat, sass 
im Bette aufrecht, athmete sehr schnell und kurz und war der 
Erstickung nahe. Sie hatte sehr grosse Unzuhe, einen starren 
Blick und eine sehr stark braun belegte Zunge, der Puls. war 
sehr frequent und gleichzeitig viel Durst vorhanden. Oeffnung 
war schon seit 5 Tagen nicht erfolgt. Ursachen des Erkrankens 
wusste Pat, durchaus nicht anzugeben, auch wollte sie durch- 
aus nichts einnehmen können, verstand sich aber endlich doch 
zu einem gelind-abführenden Säftchen und zu einem Senfpfla= 
ster auf die Brust. Die vermehrte Engbrüstigkeit sollte, nach 
Angabe der Umstehenden schon seit einigen Tagen eingetreten, 
doch früher nicht so heftig, als jetzt gewesen seyn. Am 2. 
früh fand der Verf, die Kranke besser. Die Engbrüstigkeit 
war bedeutend vermindert und der Puls fast normal. Oeffnung 
war noch nicht erfolgt, seit Mitternacht aber war es besser ge- 
gangen, so dass Pat, selbst einige Stunden ruhig geschlafen 
hatte, Das Säftchen wurde fortgebraucht. Nachmittags wurde 
der Verf, schnell zur Kranken gerufen, Er fand alle Symptome 
drängender, als am Abende vorher... Die Engbrüstigkeit war 
sehr heftig, der Athem keuchend, die Unruhe die grüsste, der 
Puls sehr frequent und dabei fand sich Irrereden, dass Pat, 
selbst ihre Kinder nicht mehr:kaunte, Der Verf, liess sogleich 
Senfpflaster auf Brust und Waden legen und verördnete ein 
Summarium d, Medicin, 1837. II. 2
	        
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