Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

Neueste Bibliographie. 383 
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1. 
Noch fehlte es bisher an einem Buche, das in gedrängter 
Kürze die gebräuchlichsten Mittel bloss in Beziehung auf den 
kindlichen Organismus betrachtete , ihre Wirkung und ihren Werth 
nach den bis jetzt darüber bekannten Beobachtungen und Erfah- 
rungen festsetzte , ihre‘ Gebrauchsart und Gabe bestimmte und 8o 
den jüngern Arzt in den Stand setzte, sich schnell über ein Mittel 
Auskunft zu verschaffen, das er vielleicht nur im Verhältnisse zum 
Erwachsenen kannte. Der Verf, stellte daher zunächst zu seiner 
eigenen Belehrung das Nöthige in der angegebenen Beziehung 
zusammen und machte es später durch den Druck zum Gemeingut 
in keiner andern Absicht, als Einzelnen, die gleiches Bedüriniss 
fühlen möchten, das als Fertiges zu geben, was er nicht ohne 
Mühe gesammelt und hin und wieder mit aus der Erfahrung ab- 
strahirten Bemerkungen begleitet hat. Es soll dies Buch, wie 
der Verf, ausdrücklich angiebt, eine kleine Muteria medica seyn, 
welche die Mittel nur in ihrer Beziehung zur Kinderwelt, etwa 
bis zum 7—8 Jahre, betrachtet und nur das an ihnen hervorhebt 
und abhandelt, was sich speciell auf jene bezieht. — Was die nä- 
here Einrichtung des Buches anlangt, so hat der Verf. alle Mit- 
tel, welche bisher von Aerzten bei Kinderkrankheiten angewen- 
det wurden, der Reihe nach alphabetisch, mit Bezugnahme auf 
die preussische Pharmacopöe , abgehandelt. Bei jedem einzelnen 
hat er zuerst kurz angegeben, in welchem dynamischen Verhält- 
nisse es zum kindlichen Organismus stehe, in welchen Krankhei- 
ten und von wem es bisher verordnet worden ist und wo es sich 
nützlich, schädlich , oder unwirksam erwiesen hat, Dann hat er 
die Gabe und die Darreichungsform sorgsam bestimmt und endlich 
eine Auswabl der bewährtesten Heilformein hinzugefügt, in wel- 
chen sich das besprochene Mittel findet. Auch hat der Verf. aus- 
ser den einzelnen ‚in den Apotheken 7 vorräüthigen Mitteln gleich 
auf den ersten Bogen auch noch audere für die Kinderwelt sehr 
wichtige Agentien, wie: Bilutentziehung, Bäder, Kälte, Kiystier 
and Brechmittel auf mehr allgemeine Weise gründlich besprochen. 
— Uebersieht Ref. das, was der Verf. nach dem eben Mitge- 
iheilten leisten, wollte. und was er wirklich geleistet hat, so könn 
Ref. mit gutem Gewissen die in Rede stehende Schrift den pra- 
ctischen Aerzten als schr nützlich und brauchbar empfehlen, 
und er wünscht dieselbe besonders zur Verhütung mancher so 
leicht zu begehenden Fehler in die Hände der jüngeren Collegen. 
Die grosse Mühe, die sich der Verf, gegeben hat, wird diese 
ans mancher. Verlegenheit im Augenblick reissen, Aelteren aber 
wird diese Schrift Manches in das Gedächtniss zurückrufen, was 
ihnen nicht mehr ganz gegenwärtig ist und was doch Werth am 
Krankenbett hat. 
Lehrbuch der Arzneimittellehre von 
Dr. C. G. Mitscherlich, Privatdocenten an der
	        
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