Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

Hl. Chirursfe und Ophthalmolosie: 367 
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phlogistisch‘, Hess örtliche und allgemeine Blutentziehungen ans 
stellen und sah bei der innern Verordnung besonders darauf, 
die gehemmten Excretionen wieder in Gang zu bringen. Die 
Periode hatte gleich am ersten Tage des Erkrankens aufgehört, 
Urin- und Stuhlausleerung Hessen sich nur mittelst drastischer 
Pargirmittel hervorrufen und fanden nur alle 3— 4. Tage und 
später unter heftigen Schmerzen und Pressen statt, Oft musste, 
was nicht leicht war, der Catheter angewendet werden, Mitte 
Februars, als das heftige entzündliche Fieber schon gehoben 
war und es sich mehr nur noch um den Lokalschmerz und die 
Herstellung der Stuhl- und Urinabsonderung handelte, ging auf 
ein Mal Blint und Kiter durch den‘ After ab und nach dem 
Stuhlgang folgte abgesondert ganz Wnerwartet auf demselben 
Wexe auch reichliche Urinentleerung, während auf dem natürs4 
lichen kein Harn mehr ausfloss. So hielt diese abnorme Urir- 
aussonderung einige Wochen an, Brachte man den Catheter in 
die Blase, so folgte entweder gar kein, oder kaum eine Nuss- 
schale voll Wasser, das Einbringen des Instruments war aber 
schwierig und schmerzhaft für Pat, Unterdessen besserte sich 
doch im Allgemeinen der Gesundheitezustand, der Kiterfluss 
Aurch den After währte nur etwa & Tage an und es folute 
auch einize Male wieder etwas Harn auf dem gehörigen Wege 
auf Einbringen des Catheters, Im März schon war die Kür- 
perbewegung etwas weniger schmerzhaft, Pat. vermochte, wo 
sie sich nicht halten konnte, wieder aufrecht zu stehen und 
auch einige Schritte zu gehen, sie lernte nun selbst sich den 
Catheter beibringen und es floss auch mehr Harn allmählig auf 
Jiesem Wege ab, nebenbei ging aber immer noch meist nach 
den Stuhtentleerunzen auch Harn abgesondert durch den After 
ab. Jetzt ist Pat. so von diesem langwierigen Uebel genesen; 
Jass sie leichten Arbeiten sich unterziehen kann und auch die 
freiwillige Urinaussunderung, dach immer noch etwas beschwer- 
lich, hergestellt ist, während von Zeit zu Zeit aber immer noch 
der Harn auch durch den After abfliesst. ‘ Auch hat sich einige 
Male schon wieder die Periode eingefunden. - Dass an der 
schmerzhaften Stelle verschiedene Einreibungen, besonders von 
Ung, neapol. und anch erweichende schmerzstillende Cataplas« 
men angewendet wurden, versteht sich wohl von selbst, Germ 
gesteht der Verf, und mit ihm ein consultirter College, Dri 
Spaeth, zu, dass in diesem verwickelt dunklen Falle die 
Natur zunächst die Heilung zu Stande gebracht habe. ‘ Beide 
glaubten es mit in E’terung übergegangener Psoitis zu thun ge- 
habt zu haben, in der später auch die benachbarte Urinblase, 
so wie der Mastdarm nut hineingezogen wurden, Dass sich 
Kiter, Blut und zurückgehaltener Haru in der schlimmsten Pe- 
riode des Vebels den Weg durch den After bahnten, hat ge- 
wiss das Leben der Kranken, das in grosser Gefahr war. ge-
	        
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