Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

4. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 331 
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Zunge mit einem dünnen gelben Schleime belegt, die Auslee« 
rung geschah selten, war immer sehr hart, knolligz auch be= 
kannte der Kranke, früher häufig an ähnlicher Kothausleerung 
gelitten zu haben; eine genaue Untersuchung des jetzt sehr 'ab- 
gemagerten Unterleibs liess Anschwellung der Leber, welche 
auch, so wie Magen- und Milzgegend sehr empfindlich gegen 
Druck war, nicht. verkennen, Im Colon transversum kiessen 
sich durch die Bauchdecken Anhäufungen von hartem Koth 
wahrnehmen. Der Urin war höchst verschieden, in den Tagen 
des Herzklopfens und der Beängstigung gewöhnlich reichlich, 
hlass , krampfhaft, in den Zwischentagen trüb, dick, braun- 
gelb. Schlaf war immer unruhig, von Träumen gestört und die 
Lage auf der linken Seite erschwert, Der Kranke war wähs 
rend des Tages mit kaltem Schweisse bedeckt, welcher allmäh- 
lig so stark war, dass die Leibwäsche zwei bis drei Mal ge- 
wechselt werden musste. Sinnes- und Geistesthätigkeit war 
ungetrübt. — Die Zusammenstellung dieser Erscheinungen mit 
der Anamnese, namentlich dass der Kranke häufig. an Drüsen- 
geschwülsten gelitten, dass die schwammige Constitution und 
die fahle Gesichtsfarbe auf langjähriges Unterleibsleiden deute« 
ten, die Verschiedenheit der jetzigen Beklemmung von der frü- 
hern Herzensanyst, die Abwesenheit der Steckanfälle und Ohn- 
machten , der Mangel einer Periodicität, die von der beim 'er= 
sten Erkranken beobachteten jetzt verschiedene Herzbewegung, 
ferner die durch das Gefühl zu erkennenden Bauchanschoppun« 
gen, die Empfindlichkeit des Unterleibs gegen Druck und die 
Beschaffenheit der Stuhlentleerungen drängten mir die Ueberzeu- 
gung auf, dass zwar anfangs ein idiopathisch, und zwar ein 
rleumatisch - entzündliches, Herzleiden statt gefunden habe, wel- 
ches aber durch starke Antiphlogose und Ableitung zur glückli- 
chen Entscheidung gebracht worden sei, dass dagegerıi die Wur- 
gel des gegenwärtigen chronisch gewordenen Uebels in der Le- 
ber und dem Pfortadersysteme seinen vorzüglichen Sitz habe, 
dass daher, obschon das Herz jetzt nur sympathisch afficirt sei; 
dennoch die Entstehung eines secundären organischen Leidens 
dieses Organes ‚zu besorgen sei. Ich gab mich dieser Ansicht 
um so lieber hin, als ich dadurch gegründete Aussicht zur voll- 
kommnen Wiederherstellung gewann. Ich verordnete demge- 
mäss 10 Blutegel in die Lebergegend, liess einen Abend um 
den andern salpeter- salzsaure Fussbäder und täglich 2 Visceral- 
klystiere nehmen; ionerlich verordnete ich eine Auflösung von 
Extr. Tarax. Saponar. et Kali acet, in Aqu. Chamom. und 
den gleichzeitigen Gebrauch von Pillen aus Ertr, Gratiol, Sa- 
pon. Pulv: Rhei, Asa foetid, und Extr. Tarax. liqu., und 
nach Vernarbung der Blutegelstiche eine Salbe aus Ung, Hy- 
drarg, ciner, ct Althaecae aa, c. Extr, Belled-“n. Zum Ge 
tränk diente ein Decoct, Gram, zuweiler * Warlarız
	        
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