Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

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I, Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 273 
Krankheitszustandes zu geben und fügte nur hinzu, dass er 
mitunter hefüge Schmerzen in der Magengegend spüre, die zu 
andern Zeiten nur gelinde wären und mehr in anhaltendem 
Ziehen beständen, Die Magengegend sei hart wie Stein und 
dick wie ein hausbacken Brot. Wirklich konnte man von 
aussen die Aufgetriebenheit der Magengegend fühlen und selbst 
sehen, Als sich Pat. endlich auf den. Wunsch des Verfs, aus- 
zog, sah S. ein Gerippe mit einer gewaltigen, harten, sich im 
Umfange sanft verlierenden Geschwulst in der Magengegend, 
Druck auf dieselbe brachte wenig schmerzhafte Empfindung und 
keine sonstigen Zufälle hervor: S., verordnete Kalkwasser mit 
darin anfgelöstem Ertr, Cicutae und änsserlich Breiumschläge 
von Mb. Cicut, Kleine Quantitäten des innern Mittels behielt 
Pat. und bald konnte man zu grössern übergehen. Dieselbe 
Behandlung wurde standhaft bei allmählichem Besserbefinden 
lange fortgesetzt, bis völlige Genesung. erfolgt war. Als die 
Besserung so weit gediehen war, dass der Kranke 5 Meilen 
zu Fuss zurücklegen kounte, sah S. ihn nach ein Mal wieder 
und fand die Geschwulst weich und bedeutend kleiner,‘ Ob sie 
später ganz verschwunden ist, hat der Verf, leider nicht erfah- 
ren, wohl aber dass Pat. seinen Geschäften wie früher nach«= 
gehen konnte, olıne vom Erbrechen wieder befallen zu werden. 
3) Ein Mann, der in seiner Jugend einmal das kalte Fieber go0- 
habt, sonst aber nie krank gewesen war und später nur schwa- 
che Hämorrhoiden gehabt hatte, wurde im 38sten Jahre vom 
Erbrechen befallen, Er war nie verheirathet und bis zn jener 
Zeit sehr corpulent und vollsaftig gewesen, liebte muntre Ges 
sellschaft und Hess es sich in solchen gut schmecken, lebte aber 
sonst sehr mässig. Pat, befragte mehrere Aerzte nach einander 
über sein Uebel, die als Grund desselben stockende Hämorrhoi- 
den angegeben haben sollen, doch brachten alle Mittel in einem 
vollen Jahre keine Erleichterung, im Gegentheile ging es immer 
schlimmer. Pat. konnte nur schwaches Bier mit Zucker und 
Wasser versetzt in kleinen Gaben, durchaus aber nichts Fe- 
stes geniessen, mägerte sehr ab und bekam fast jeden Ahend 
Fieber, das mit ziemlich starkem Frost anfing und die Nacht 
hindurch währte. Das Weggebrochene sah orangengelb aus, 
roch oft sehr übel und bestand meist ans sehr dicken glasigen 
Schleim. Des Schwindens aller Kräfte ungeachtet war Pat. 
doch heiter und beschäftigte sich nur mit Lesen im Beite, Dies 
war der Zustand des Kranken, ale ihn S. sah. Das Frbrechen 
hatte um diese Zeit ein halbes Jahr die erwähnte schlimme Ge- 
stalt angenommen und Pat. war jetzt 39 Jahr. . Er klagte über 
keine Schmerzen, auch war keine Vebelkeit, sondern nur öf“= 
teres Aufstossen und Verstopfung zugegen, 5S. verordnete Spe- 
ties aus aromatischen, bittern und scharfen Wurzeln mit etwas 
Alo&, die Pat, täglich infundiren lassen musste und die sehr 
Summarium d. Mediein, 1837. II, Ss
	        
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