Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

246 ‘ IV. Gynäkologie und Pädiatrik, 
zu sehr veraltet ist, lasse ich von Fin. antimon, H. 8. Vin, 
stibiat. aller 2—3 Stunden 8 und nach und nach bis 20 Tropfen, 
oder eine Lösung von Terrae pond. salit, gr. 1j. in Aqu, de 
still, 3), aller 2 Stunden zu 8—10 Tropfen, innerlich nehmen, 
Busserlich dagegen am Tage ein Unguent. aus Kırtr, Conit ma 
culat. 3ij, und Ung. de althaea 33., nach und nach bis zu gleichen 
Theilen gemischt, mehrere Mal einreiben, des Nachts aber das 
Emplast, cieutae et melilot. zu gleichen Theilen über die ver 
härtete Stelle der Brust legen und darüber hin ein Schwanen- 
fell! tragen. Durch dieses Verfahren habe ich im Verlaufe von 
einigen Wochen immer die grössesten Härten- iu den Drüsen 
zeriheilt und die Freude gehabt, die Genesenen auch in der 
Folge wohl und gesund zu sehen, 
113. Ein Fall von wirklicher Spätgeburt; von 
Dr. Scnenex zu Niederaula in Kurhessen, Kine Frau, welche 
schon 3 Mal geboren und jedes Mal so ziemlich richtig das 
Ende ihrer Schwangerschaft berechnet hatte, gerieth nicht we- 
nig in Verlegenheit, als das von ihr sorgfältig berechnete Ende 
der vierten Schwangerschaft eingetreten war und die Nieder- 
kunft nicht erfolgen wollte, um so mehr, da sie selbst den 
Tag der Conception bestimmt wusste, auch in ihrer Berechnung 
sich um so sicherer glaubte, da 20 Wochen nach diesem Tage 
deutlich Kindesbewegungen eintraten, welche nun auch von 
jetzt an immer kräftiger wurden, Der 13. Jauuar, als der Tag, 
wo die Geburt nach ihrer Berechnug hätte erfolgen müssen, 
kam und ging ohne irgend eine Erscheinung vorüber. Den 16, 
Januar wurde sie unwohl, d, h. sie bekam Schmerzen im 
Kreuze, wie die, welche Rupfer oler weissagende Wehen ge- 
nannt werden und sie glaubte fest ihrer Niederkunft gewärtigt zu 
seyn, aber vergebens. Den folgenden Morgen waren alle diese 
Zeichen zur Niederkunft wieder verschwunden, dagegen wurden 
nun jeden Abend, fast stets zu derseiben Zeit, die Bewegun- 
gen des Kindes so stürmisch, dass sie die heftigsten Schmerzen 
erregten 3 ausserdem war der Leib so stark ausgedehnt, dass sich 
die Schwangere nur mit grosser Mühe bewegen konnte, Erst 
aın 4. Februar Abends stellten sich wahre Zeichen der begin- 
nenden Geburt ein, dieselbe verzögerte sich jedoch bis zum 7, 
d. M., wo, nachdem am Nachmittage die sehr derben Eihäute 
gesprengt worden waren, erst durch mehrere kräftige Tractio- 
uen der angelegten Zange ein nur zu deutlich überreifer 11} 
Pfund wiegender , lebender Knabe zur Welt befördert wurde, 
dessen Fontanellen fast gänzlich verwachsen waren und der eine 
gleiche Beschaffenheit der Kopfnäthe vermuthen liess, da bei 
der Geburt kein Uebereinanderschieben der Kopfknochen he- 
merkt werden konnte. Die Nachgeburt war fest verwachsen und 
musste künstlich gelöst werden, so wie überhaupt Alles auf 
eine wahre Ueberbildung hindeutete. Ich finde in Yiesem Falle, 
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