Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

242 Ill. Chirurgie und Ophthalmologie. 
stand, der vom Augenarzte nicht wenig beachtet wird. End- 
lich ist auch der Daviel’sche Löffel, wie er gewöhnlich ge 
fertigt ist, viel zu lang, zu breit und daher für das Auge be- 
Jeidigend. Mit Recht zählt man überdies zu den Ursachen des 
oft ungünstigen Ausgangs der Extraction auch 5) nicht gehörige 
Auswahl der Ausziehungsmethode, Nichtbeachtung der wirksa- 
men Mittel zur Sicherung der Ruhe des Auges, wie auch 
Nichtbefolgung des nöthigen Zeitmaasses bei den einzelnen Ope- 
rationsmomenten; — Druck, Zerrung der Gebilde des Auges, 
— zu weite Lüftung des Hornhautlappens, — Ausserachtlas- 
sung einzelner, während der Operation leicht eintretender Zu- 
fälle, namentlich des zu frühen Abflusses der wässerigen Feuch- 
tigkeit, der. Irisvorlagerung unter die Messerschneide , des zu 
kleinen Hornhautschnittes , des Iris - oder .Glaskörper-Vorfalles, 
so wie auch zu emsiges Beseitigen selbst. kleinerer Staarreste 
aus der Pupille theils mit DaviePs Löffel, theils mit Pincetie, 
6 Unzeitiges Experimentiren mit dem erlangten Sehvermögen 
gleich nach der Operation, wodurch das dem Lichte und dem 
Sehen bereits längere Zeit entrückt gewesene, durch den ope- 
rativen Eingriff gereizte, durch Verlust des Humor aqueus und 
des Krystallkörpers weniger geschützte Auge plötzlicher Licht- 
einwirkung und ungewohnter Thätigkeit ohne Noth ausgesetzt 
wird. 7) Oft zu warmer, pressender, den Abfluss der Thrä- 
nen hemmender, oder anderseits das Auge vor Licht- und Luft- 
einwirkung nicht hinreichend schützender Verband des Auges, 
8 Nicht selten höchst fehlerhafte Nachbehandlung , besonders 
a) gänzliche Entziehung des Lichteinflusses , oder aber verhält- 
nissmässig zu viele. oder ungleiche Beleuchtung des Kranken- 
Jauers und Einwirkung nasskalter, im Zuge begriffener oder 
wegen vernachlässigter Erneuerung verdorbener Luft. b) Ohne 
gehörige Rücksicht auf Lebensweise und Körperbeschalffenheit 
des Operirten zu strenge, oder zu reichliche Nahrung.  c) Zu 
Jange gebotene, oder, noch mehr, zu oft gestörte Körper= und 
Geistesruhe ; unnöthiges öfteres Wechseln des. Verbandes, oder 
wo es wieder Noth thut, Nichterneuerung desselben, d) Miss- 
brauch ‚prophylactischer Mittel, um der eingebildeten Gefahr 
zu heftiger Reaction vorzubeugen. Nichts schadet mehr und 
trägt dazu bei, den -guten Hergang der Heilung vielmals aufs 
Wirksamste zu stören, ‚als‘ die bei manchen Augenärzten üb- 
liche unbedingte Anwendung kalter Wasserüberschläge auf die 
Augen nach jeder, Staarausziehung ohne Unterschied. Denn 
werden diese Ueberschläge nicht sehr fleissig und jedes Mal, 
ehe sie sich erwärmen gewechselt, so beleidigen sie durch un- 
gleiche Temperatur und geben reichlichen Aulass zu catarrha- 
lischen Augenübeln, die zu keiner Zeit ungelegener sind; wer- 
den sie aber fleissig erneuert, so rauben sie zuerst dem Ope- 
rirten die so wünschenswerthe körperliche Ruhe und stilten 
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