Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

II. - Chirurgie und Ophthalmologie, 
spritze im mindesten gemildert werden. Der Durst war sehr 
gross, der Puls klein und sehr schnell. WW. liess 12 Blutegel 
in der Regio pubis und 32 an den Alter setzen, dann warme 
Umschläge machen und Dämpfe: auf die schmerzhaften Theile 
leiten und innerlich Calomel nehmen. Am zweiten Tage war 
noch kein Harn - und Stuhlgang erfolgt, doch konnte Pat, nun 
achon Druck auf den Unterleib vertragen. Der Verf. beschloss, 
die Blase zu punctiren, zuvor aber heftigen Druck anzuwenden, 
Er legte daher ein Sandkissen auf die Blasengegend und be- 
festigte dasselbe mit einer passendem Binde, Letztere zog er 
immer fester an, um den Druck allmählig und so lange zu stei- 
gern, als es Pat, nur ertragen konnte, Noch war die Binde 
nicht ganz angelegt und so eben. hatte Pat. versichert, dass er 
noch stärkern Druck ertragen könne, als der Harn schon ab- 
ing und zwar mit solcher Heftigkeit, dass selbst 2 Schroot- 
Üirser mit demselben ausgestossen wurden und die Binde hin- 
weggenommen werden konnte, denn Pat. konnte nun den Harn 
ohne. Schmerzen: willkührlich entleeren... Jetzt erhielt Pat. auch 
ein Abführmittel, das jedoch nicht schnell genug wirkte, denn 
erst am 4. Tage nach der Verwundung trat Leibesöffnung ein, 
mit der ebenfalls einige Schrootkörner abgingen. Am 6. Tage 
ging abermals mit dem Urin eim Schrootkorn ab. Die äussere 
Wunde heilte mittelst Eiterung sehr schnell und sehr bald war 
Pat. , ohne den geringsten Nachtheil für seine Gesundheit, her- 
gestellt. [Casper’s Wochenschr. f. d, ges. Heilk. 183”. No. 37.} 
110. Ein Beitrag zur Episiorrhaphie; 
Hofmed, Dr. Kocz zu München, Die geringe: An= 
zahl der seit Anregung der Schamlippennaht vorgenommenen oder 
wenigstens bisher bekannt gewordenen Ausführungen dieser 
Operation veranlasst den Verf. , nachstehenden Fall bekannt zu 
machen, ia dem er die Operation mit glücklichem Erfolge ver- 
richtete.  VUeberdies schien ihm ein Beitrag zu dieser Operation 
um so zweckmässiger, als die Acten darüber keineswegs ge- 
schlossen, sondern vielmehr erst eröffnet sind und die Verviel- 
fältigung der Erfahrungen die Sache erst ganz zur Reife brin- 
gen wird. Ob das Verfahren, das der Verf. eingeschlagen, 
wesentliche Verbesserung genannt werden. dürfe, überlässt er 
unpartelischer Prüfung und fernerer Erfahrung, Er ist übri- 
gens geneigt zu glauben, dass durch dasselbe das Gelingen 
der Operation gefördert werde. Es schien ihm nämlich die 
Knopfnaht. zur sichern Vereinigung der Schamlippem nicht hin- 
reichend und er versuchte daher die Zapfennaht, in der Ab- 
sicht, die Wurdränder in innizere und bleibendere Berührung 
zu seizen und in entsprechender Lage unverrückt‘ zu erhalten. 
Eine Frau jm A-- “der Jahren. hatte einen Scheiden- und Ge- 
bärmutterve axen dem alle bekannte Palliativmitte}: Ein- 
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