Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

I. Materia medica und Toxikologie. 223 
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Aphthen verloren sich. Doch am dritten Tage stellten sich 
Symptome der anfangenden Paralyse, besonders stertorose Re« 
spiration und unwillkührliche Stuhlgänge ein, die nicht zu be» 
seitigen waren und 3 Tage später starb Pat. unter anhaltenden 
mussitirenden Delirien., — Der Verf, will nicht gerade be- 
haupten, dass die Belladonnaklystiere den üblen Ausgang ver- 
schuldet hätten, da sich das Uebel schon anfangs in einer Weise 
gestaltete, welche annehmen lässt, dass er auch ohne sie leicht ein« 
treten konnte, aber wahrscheinlich ist es denn doch, dass die 
bedeutende Narcose, die das schon an und für sich bedrohte 
Hira durchmachen musste und der Einfluss des Gifts auf Mi- 
schung der Blutmasse zum Tode wenigstens mitbeigetragen 
haben und der Verf. wird die Tage des Leidens und der 
Selbstanklage, die er hier zu überstehen hatte, nie vergessen. 
Befremden wird es aber, dass die genannte Gabe des Mittels, 
die H. sonst. gewöhnlich zu Klystieren verordnete , also eigent- 
lich 15 Gran, da das erste Klystier gleich wieder abging, so 
bedeutende und schnell eintretende Vergiftung bewirken konnte, 
da Aehnliches bei weit kräftigerer Anwendung der Belladonna 
so oft nicht wahrgenommen wird, So nahm z. B. Stannius 
(Hufel. Journ. 1836. Febr.) von der Rad, Bellad. 5j. und 
von der Hö, Bellad. bis zu 3ij. zu einem Klystiere, ohne we- 
nigstens von der genannten Gabe der Wurzel Vergiftungssym- 
ptome beobachtet zu haben. Freilich sind dies enorme Gaben 
und man fragt staunend, was er wohl für Belladonra, oder 
was er für Kranken gehabt und wundert sich, wie man solche 
Klystiere ohne Weiteres empfehlen kann, Dem Verf, war, 
als er den in Rede stehenden Kranken bekam, der Aufsatz von 
Stannius ganz frisch im Gedächtniss, doch hütete er sich, es 
ihm nachzuthun und der mitgetheilte Fall ergiebt wohl, wie 
begründet dies Misstrauen war, Der Verf. schliesst mit dem 
Wunsche , dass man mit Empfehlen und Befolgen des Empfoh- 
jenen immer vorsichtiger seyn möge. [Med. Corresp.-Bl, d, 
wirt, ärzil. Fereins, Bd, VL. Nr. 33.] 
105. Vorzüglicher Nutzen der Blasenpflaster 
bei Chorea; von Dr. WAnDesLeBEn in Stromberg. a) Ein 
10jähriger Knabe bekam durch Schreck den Veitstanz. Die 
Zuckungen waren im linken Beine: am heftigsten, Anthelmin- 
thica, besonders Calomel, wurden fruchtlos gebraucht, später 
eben so /lores Zincı mit Valeriana in starken Dosen. Um 
einen starken schmerzhaften Eindruck auf die Nerven zu erre- 
gen, liess W. ein bandartiges, 3 Zoll breites Blasenpflaster 
um den linken Oberarm Jegen. Wührend des Blasenziehens 
und beim Verbande wurden die Zuckungen ausserordentlieh 
heftig , aber gleich nach dem sehr schmerzhaften Verbande hör- 
ten dieselben ganz auf, Etliche Tage später liess W. ein ähn- 
liches Zugpflaster oberhalb des linken Kıiees legen, und der
	        
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