Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

16 XL Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 
periodenweise ein, und zwar drei Tage hinter einander zu el- 
ner so bestimmten Zeit (Morgens 6 Uhr) dass sich die An- 
nahme, man hätte es mit einem intermittirenden Charakter zu 
thun, wohl rechtfertigen liess, Die Anfälle charakterisirten sich 
durch das fürchterliche Schreien und endeten mit trocknem 
Schweisse. Nach dem Anfalle lag der Kranke ganz ruhig, 
glich vollkommen einem sanft Schlafenden und zeigte erweckt 
völlige Besinnung, schlief aber bald wieder ein; In den Anfäl- 
Jen waren Spuren von Delirien vorhanden. Das nun gebrauchte 
Chinin zeigte sich erfolglos; eben so wenig halfen alle übrigen 
Mittel, Am Tage vor dem Tode delirirte Pat. auch nach dem 
Anfalle, Zwei Tage vor seinem Tode kam noch einmal ein 
freiwilliges grünliches Erbrechen, Nachdem am Abend des 27, 
sich noch ein heftiger Anfall von Convulsionen eingestellt hatte, 
nach deren Nachlass aber der Kranke auf vorgelegte Fragen 
eine bestimmte Antwort gab, verschied derselbe endlich in der 
Nacht vom 27. zum 28. April, Die Section des Kopfs lie- 
ferte folgende merkwürdige Resultate: bein: Abtrennen der 
allgemeinen Bedeckungen des Schädels floss auf der rechten 
Seite hinter dem rechten Ohre, in der Nähe der Sutura squamo- 
sa, aus einer kleinen Oeffnung im Knochen, in welche man 
eine feine Sonde einführen konnte und die, wie sich nach Weg- 
nahme der Schädeldecke ergab, das Foramen mastoideum war, 
eine sehr bedeutende Menge eines dunkeln, schwarzen Blutes, 
Nach kreisförmiger Durchsägung der Schädelknochen und Ab- 
nahme derselben zeigten sich die Gefässe der Dura mater 
sämmtlich von Blute strotzend. Beim Durchschneiden dieser 
Haut quoll die Masse des Gehirns gleichsam mit Kraft aus der 
gemachten Oeffnung heraus. Nach Herausnahme des Gehirns 
zeigte sich ein gallertartiger Erguss auf dem Pons Farolii, der 
sich gleichmässig nach rechts und links verbreitet hattez nur 
nach hinten zu war die Brücke davon frei geblieben; die Ner« 
venursprünge des 2,, 3., 4., 5. und 6. Paares lagen auf bei- 
den Seiten in der Ausschwitzung; der Olfaciorius und die übri- 
gen waren davon frei. Die Pia mater war an dieser Stelle 
vorzugsweise, aber auch noch in viel weiterer Strecke 80 be- 
deutend verdickt, dass ibre Dicke wohl die eines Kartenblatts 
betragen mochte. In den Höhlen des Gehirns war eine nicht 
unbedeutende Menge einer hellen, serösen Flüssigkeit angesam- 
melt. Die Plexus chorioidei‘ waren nicht abnorm gefässreich,. 
Die ganze Substanz des Gehirns, zumal in der Nähe der Pons 
Varolii, so wie auch die Ursprünge der Nerven, namentlich des 
Olfactorius und das Chiasma nervorum opticorum „‘ waren auf- 
fallend erweicht und zerflossen bei der geringsten Berührung. 
Die Substanz des Gehirns selbst bot keinen abnormen Blutreich- 
chum dar. Vergleicht man die Resultate der Section mit den 
Krankbheitssymptomen, 80 bleibt sehr Vieles im Dunkela. Ganz 
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