Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

if 
h 
7 
:@ 
n 
8. 
{am 
st 
a 
m 
a 
12 
Ja 
‚dd 
Tanz 
a 
ag 
) 
[" = 
o 
ar 
Mr 
Ja 
A 
kt 
7 
Da 
1a 
er 
Qu 
N 
Ce 
He 
lie 
Na 
af 
1, Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 199 
Pulsus parvus et frequentissimus mit Wolff für pathognomo- 
nisches Zeichen der Pericarditis zu halten sei, möchte noch zu 
beweisen seyn. Andral führt wenigstens mehrere Fälle von 
Pericarditis an, in denen der Puls fortwährend entwickelt und 
regelmässig war. 4) Eben so war auch der Herzschlag inae- 
qualis und intermittens. Auch klagte Pat. zwar über heftiges 
Herzschlagen, doch war die Herzbewegung durchaus nicht 
stürmisch, kaum sichtbar, nur anfangs schwerer, später Jeich«- 
jer mit den Händen zu fühlen, 5) Auscultation und Percussion 
gaben im erzählten Falle durchaus kein Resultat, was übrigens 
sich leicht dadurch erklären lässt, dass durch energische Behand- 
Jung die Exsudation verhindert wurde, die Zweifelsohne den 
wesentlichsten Antheil an Eotstehung der Geräusche bei Peri- 
carditis hat. 6) Pat. lag am liebsten auf dem Rücken, hin 
und wieder rechts, nie links. 7) Gesicht und Stirn hatten den 
eigenthümlichen Ausdruck, wie ihn Wolff beschrieben. . 8) 
Tiefe Inspiratiou war möglich, wenn gleich Pat. sich davor 
fürchtete. 9) Der Husten war selten und wurde erst bei Ab- 
nahme des Uebels häufiger, die eben so geringen Sputa waren 
rein schleimig, nicht schaumig, blutig, dünn. 10) Das Ge- 
sicht war meist geröthet, nie blass und kalt. 31) Ohnmacht 
irat nur ein Mal, zu Anfange der Krankheit ein, 22) Durst 
susserte Pat. erst bei Abnahme der. Krankheit, anfangs hatte 
sie Widerwillen gegen Getränke, Aehnliches fand Testa, 
13) Auch anginöse Beschwerden kamen bei Pat. vor. Hierdurch, 
0 wie durch. Widerwillen der Kranken gegen Trinken ist es 
erklärlich, wenn Kreysig u, A. die nächste Ursache der Hy- 
drophebie in Pericarditis suchen, 14) Das Uebel entschied sich, 
wie dies Marcus auch fand, genau am 7. Tage durch allge- 
meinen Schweisss ob auch durch Harn liess sich nicht bestim- 
men. Die Therapie musste äusserst eingreifend seyn und um 
so reichlichere Blutentleerungen erheischen, da das entzündete 
Organ dem Centralpunote der Circulation so nahe stand, - Wenn 
Trccourt seinen Pat, alle 2 Stunden zur Ader liess und Sa- 
gar den Kranken in 3 Tagen 80 Unzen Blut abzapfte, so 
reichten hier 4 Aderlässe neben einer reichlichen Menge Calo- 
mel aus. Letzteres verdient zweifelsohne den Vorzug vor Di- 
gitalis und Nitrum, weil es am sichersten die Exsudation in 
den serösen Häuten verhütet, wodurch allein die Entzündungen 
der Letztern gefährlich werden. [Rust’s Magazı f. d. ges. 
Heilk. Bd. 50. Hft. 3.] 
96. Blutfleckenkrankheitz vom Kreischirurgus 
Wersse in Fraustadt. Ein Mädchen von 17 Jahren, noch nicht 
menstruirt, hatte mehrere Tage an höchster Ermüdung aller 
Glieder, Kopfschmerzen ımd Fieberschauer gelitten, ‚als sich 
hierzu ein heftiger Durchfall von reinem Blute gesellte, wozu 
zuch hefuges Erbrechen und öfteres Schluchzen, beim Vorhan-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.