Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

174 II. Chirurgie und, Ophihalmologie; 
über den Körper desselben, und viele krochen in die Geschlechts. 
heile, wo sie einen solchen Reiz verursachten, dass eine hefs 
tige Entzündung erfolgte. Aerztliche Hülfe wurde nicht ge. 
sucht, bis endlich eine völlige Verwachsung der grossen und 
kleinen Schamlefzen sich gebildet hatte, worauf B. zu Rathe 
gezogen wurde, Er fand eine vollkommen vereinigte Spalte, 
in welcher eine kleine Oeffaung vorhanden war, die mit der 
Oeffonung der Harnröhre correspondirte und die Excretion des 
Urins verstattete, B, trennte die Verwachsung mit dem Bistouri 
auf der Hohlsonde; um aber die zu besorgende Wiedervereini- 
gung der Lefze zu verhüten, wurde durch den untern Wund- 
winkel ein Bleidraht gezogen und ringförmig eingebogen. Kin 
Verband wurde nicht angelegt, sondern bloss die Anwendung 
von Fomentationen mit kaltem Wasser in Gebrauch gezogen, 
Vier Wochen nach der Operation war die Schnittwunde über- 
all vollständig vernarbt und die . Atresie bleibend gehoben, 
[Med, Zeit. v. Vereine f. Heilk, in Pr. 3837, Nr. 23.] 
88, Beschreibung eines neuen Instrumentes 
zur Unterbindung tief liegender Arterien; von Dr. 
Meyer in Berlin, Bei Unterbindung tief liegender Arterien, 
wo es oft schwer jst, den Ligaturfaden um dieselben herumzu- 
führen, bedient sich zu diesem Zwecke Prof; Most in Neu- 
York der folgenden Vorrichtung. Es besteht selbige aus 2 ge. 
trennten Instrumenten ,. von denen das eine dazu dient, den 
Ligaturfaden in die Tiefe zu führen, das andere, denselbem um 
die Arterie herumzuziehen. Das grössere gleicht der Form nach 
dem Pfriemen, dessen sich v, Gräfe bedient, um bei Castra- 
tion das Ligaturschnürchen um den Saamenstrang herumzuführen 
und besteht aus 2 Stücken, einem runden geraden Griffel und 
der eigentlichen Unterbindungsnadel, die durch eine Schraube 
mit dem Griffel verbunden ist. Die Nadel selbst ist fast recht- 
winklig gebogen, vern stumpf und hat 2 Oeffnungen.: Kine 
dritte Oeffnung befindet sich im Kopfe der. Nadel und hat eine 
Schraubenwindung, durch welche dieselbe mit dem Griffel ver- 
bunden werden kann. Das zweite Instrument ist ein einfacher 
runder Griffel, der am Ende einen Zapfen hat, der gerade in 
die vordere Oeffnung der Nadel hineinpasst. Bei Anwendung 
des Apparats verfährt man, wie folgt: die Nadel wird mit dem 
Griffe verbunden, der Ligaturfaden in die hintere Oeffoung ein- 
gefädelt und die beiden Enden desselben gegen den Griff hie 
aufgehalten, So führt man das Instrument in die Tiefe, bis 
die Spitze der Nadel unter der Arterie steht, Dana führt man 
das zweite Instrument von der entgegengesetzten Seite der Ar- 
terie in die Tiefe dem erstern entgegen und sucht den Zapfen 
von unten her in die vordere Oeffnung der Nadel zu bringen, 
Ist dies geschehen und so die Nadel durch den Zapfen fixirt, 
so dreht man den Griff des erstern Instrumentes um. bis die 
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