Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

II, Materia medica und Toxikologie, 1347 
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zehrt kam er höchst leidend in Berlin wieder an. In Bezug 
auf den Sitz waren die Schmerzen dies Mal sehr verschieden. 
Die sonst mehr herumziehenden, heftigen Schmerzen hatten sich 
auf das Hüftgelenk der rechten Seite fixirt und wütheten daselbst 
längs des ganzen Verlaufs des Nervus ischiadicus, von dessen 
Ursprunge aus der Zncisura ischiadica an, bis zur Zehenspitze 
herab, mit solcher Heftigkeit, dass dem armen Kranken keine 
Nachtruhe und Erholung glückte, Nur mit Mühe konnte er 
sich, von 2 Personen unterstützt, von einer Stelle zur andern be- 
wegen, aber weiter zu gehen, war er nicht im Stande, Perio= 
disch kamen auch heftige Anfälle, wo selbst jede Bewegung 
des Schenkels unmöglich, ja schon die leiseste Berührung des 
selben unerträglich war und wo der heftige Schmerz krampf« 
bhafte Contractionen bedingte, . wober der Unterschenkel an den 
obern angezogen und die Zehen nach innen gebeugt wurden, 
Doch fand, der heftigen Schmerzen ungeachtet, weder ver- 
mehrte Hitze, noch Röthe der weichen Theile Statt, auch die 
Temperatur des übrigen Körpers, so wie Puls, Verdauung und 
Se- und KExcretionen waren nicht verändert, Bei immer zu- 
nehmender Heftigkeit, Dauer und Häufigkeit der Anfälle war 
Pat. seit seiner Rückkunft nach Berlin darauf bedacht gewesen, 
sich durch ärztliche Hülfe Linderung zu verschaffen, Von ver-= 
schiedenen consultirten Aerzten . wurden der Reihe nach alle ge- 
gen Gicht, als die anerkannte ursächliche Schädlichkeit, em- 
pfohlenen und durch Erfahrung erprobten Mittel dauernd und 
sorgsam angewendet, doch vergebens, Genaue Befolgung der 
ärztlichen Vorschriften, regelmässiger Gebrauch der Mittel und 
vorschriftsmässiges Verhalten konnten die Schmerzen weder be- 
seitigen, noch mindern, Fast alle Aerzte, die den Kranken ge- 
sehen oder behandelt hatten, äusserten sich dahin, dass, da 
alle pharmaceutischen Mittel bereits vergebens angewendet 
worden . wären, man nur noch vom Glüheisen etwas hoffen 
könne. Bei diesem traurigen Stande der Sachen dachte B. da- 
her zuerst an die Entziehungscur, durch eigene Erfahrung be- 
reits von der grossen Wirksamkeit derselben bei Krankheiten 
des Reproductionssystem im vorigen Falle belehrt. ‚Die Ab- 
sicht des Verfs. wurde von dem durch heftige Schmerzen bis 
zur Verzweiflung gebrachten Kranken bereitwillig angenommen 
und B. verfuhr dabei, wie folgt: zuerst wurde die Eotziehungs« 
eur mit ‚einer Abführung aus Jalappe und Calom, eingeleitet 
und dieser folgte dann unmittelbar jene selbst. . Auch hier 
wurde in Milch gekochter Grütze oder Reis, als indifferente- 
stes und zugleich hinlänglich nährendes Mittel zur gewöhnlichen 
Nahrung bestimmt und die einzelnen Portionen nach dem Jjedes- 
maligen Appetite eingerichtet, alle andere, flüssige, wie feste, 
Speisen aber streng untersagt, Zum täglichen Getränke diente 
Brunnenwasser. Um etwaigen Störungen der Hautthätigkeit 
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