Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

j. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik, 141 
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ihm, als von Andern beobachteten ergeben haben. Bei dem 
oben in Rede stehenden Kinde fühlte sich die Haut beim er- 
sten Auftritt des Opisthotonus kalt und klebrig an, was in den 
früher von B. behandelten Fällen des Teranus idiopathicus 
höchst selten der Fall war, im Gegentheile war die Haut meist 
vom Anfange an mit reichlichem warmem Schweisse, der nie 
Erleichterung brachte, bedeckt, Nach Heyfelder (Rust’s 
Handb, d, Chir.) brechen diese triefenden Schweisse wohl nur 
dann bei Tetanuskranken hervor, wenn dieselben mit starken 
Gaben Opium, warmen reizenden Bädern und schweisstreiben= 
den Mitteln behandelt werden. Diese Meinung wird durch die 
Erfahrung des Verfs. keineswegs bestätigt. Er sah diese reich“ 
liche Transpiration, ehe nur irgend ein Mittel angewendet wor- 
den war und ‘glaubt daher sie nicht auf Rechnung der ange- 
wandten Methode bringen, sondern sie nur der Verstimmung 
in der Thätigkeit des Nervensystems zuschreiben zu müssen, 
Vielleicht ist diese reichliche Absonderung der Haut vom Cau- 
salmoment abhängig und sehr reichlich, wenn Erkältung die 
Krankheit veranlasst hat, wie man sie in gleichem Maasse von 
selbst und nicht erst nach Diaphoreticis bei rheumatischen Fie- 
bern beobachtet, Ueber Verhalten der Pupille bei Tetanus 
varliren die Beobachtungen. Walther und Wedemeyer 
sahen die Pupille beim Tetanus zusammengezogen und mit der 
Besserung eine Verminderung der Contraction derselben. Dem 
widersprechen andere Beobachtungen, namentlich die von Boyer 
und Robertson, die immer beim Tetanus eine erweiterte Pu- 
pille bemerkt haben wollen. Im hier besprochenen Falle war 
die Pupille anfangs etwas zusammengezogen, doch nicht unem= 
pfindlich gegen Licht. In andern vom Verf. behandelten Fäl- 
len fand er meist auf der Höhe des Uebels die Pupille stark 
zusammengezogen und kurz vor dem Tode sehr erweitert. Eben 
so verschieden sind die Angaben der Schriftsteller hinsichtlich 
des Pulses. Nach Heyfelder soll der Puls bei Starrkrampf 
stets Jangsam und durchaus fieberlos seyn; nach Richter er- 
scheint der Aderschlag im zweiten Stadium anfangs wenig ver- 
ändert, wird nur erst spät etwas ungleich und schlägt dann 
bald sehr voll, bald klein, selbst wohl kaum fühlbar; nach 
Schmalz ist der Puls anfangs natürlich, später gewöhnlich 
schnell, zusammengezogen, klein, In den vom Verf. beobach- 
teten Fällen hat er den Puls beim Trismus idiopathicus voll, 
hart, beschleunigt und mit dem Herzschlage correspondirend, 
in einem Falle von Tetanus universalis bei einem SJährigen 
Knaben dagegen klein, hart, beschleunigt gefunden. Das Dun- 
kel, welches das Wesen des Starrkrampfs umgiebt, wird kei- 
neswegs durch die comparative Pathologie verscheucht. Die 
Symptome des Starrkrampfs , der auch bei einigen Hausthieren, 
namentlich beim Pferde, vorkommt und zuweilen epizootischen
	        
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