Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

IV. Gynäkologie und Pädiatrik. 117 
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Hängebauch, den Rücken des Kindes an der vordern rechten 
Wand des nach rechts liegenden Uterus, den Kopf nach oben 
im Uterus und den Steiss über dem Horizontalast des Scham- 
beines. Zur genauern Untersuchung wurde die Frau darauf 
auf ein eilig zubereitetes Wendungslager gebracht und nun er- 
gab: die Untersuchung die untere Beckenöflnung der Grösse nach 
normal, die mittlere von hinten nach vorne 3} und die Diago- 
nalconjugata der Beckenapertur 2} Zoll. Der Versuch, die 
ganze Hand einzuführen, ınisslang eben so, wie der, den rech- 
ten Fuss mit 2 Fingern zu fassen. Bei diesem Stande der Sa- 
chen, zu dem noch Empfnülichkeit der Scheide beim Einfüh- 
ren. einiger Finger kam, hielt der Verf, den Kaiserschnitt für 
die einzig angezeigte Operationsmethode, Ehe aber der Doctor 
und Chirurg, die bei der Operation assistiren sollten, ankom- 
men konnten, vergingen abermals 4 Stunden und so wurde 
denn zuerst um 5 Uhr Nachmittags, nachdem ondauernde We- 
hen die Geburt um nichts gefördert hatten, die Auscultation 
aber das Leben des Kindes nachgewiesen hatte, die Operation 
unternommen. Der Uterus wurde in die Mitte des Leibes ge- 
schoben und dert fixirt. - Der Hautschnitt geschah iu der Jinen 
alba. Eine ziemlich dicke Fettlage forderte mehrere Schnitte, 
die flechsigen Scheiden der Bauchmuskeln waren sehr dick, 
Bei Erößffuung des Peritonäum flossen einige Unzen farbloser, 
etwas klebriger Flüssigkeit aus, Yärme fielen nicht vor. Der 
Schnitt in den Uterus selbst verletzte ein bedeutendes Gefäss, 
doch wurde die Blutung bald gestillt, Der rechte Hinterbacken 
stellte sich zuerst und dann wurde das rechte Bein herausgeför- 
dert, dann folgte schnell das linke, der Rumpf, Arme und Hals, 
Der kräftig sich zusammenziehende Uterus legte sich ums Ge- 
sicht und forderte Ansetzen des Zeigefingera und Mittelfingers 
zur Seite der Nase, worauf der Kopf bald folgte. Das Kind, 
blau um den Kopf, schrie nicht. Die Nabelschnur wurde ab- 
geschnitten, es flossen einige Tropfen Blut aus und bald erhob 
der kleine Knabe die Brust und dann die Stimme. Jetzt machte 
die Contraction eine Pause und es floss ziemlich viel Blut aus 
der Wunde, doch nach aussen, was der sorgfältigen Aufmerk- 
samkeit des Assistenten zu danken war. Nach etwa 3 Minu- 
ten, die auf Unterbindung der Nabelschnur und Abwartung 
frischer Wehen zagebracht wurden, zog G. an der Nabelschnur, 
wodurch Contraction entstand, doch musste die Placenta zum 
Theil noch gelöst werden, ehe man sie ganz aus der Wunde 
entwickeln konnte. Num zog sich der Uterus bedeutend zusam- 
men und so zwar, dass der Grund desselben ungefähr in der 
Mitte der Banchwunde, doch etwas nach rechts lag, Dessen- 
ungeachtet floss noch immer Blut, das indess bald gerann, aus 
der Wunde und machte eine reichliche halbe Stunde die An- 
wendung des kalten Wassers nöthig, ehe es so weit gestillt
	        
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