Full text: (Neueste Folge, Band 6 = 1837, No 17-No 24)

LL6 IV. Gynäkologie und Pädiatrik, 
bis gegen 5 Uhr zugebracht, als sie über heftigen Durst beim 
Trinken und über Dunkelwerden vor den Augen klagte. Zurück- 
gelegt auf das Bettkissen warf sie darauf einige ängstliche 
Blicke um sich und verschied , ehe der Verf. noch herbeieilen 
konnte, ohne Schmerz und Klagelaut, Die Section wurde nicht 
erlaubt. — B. Glücklich für Mutter und Kind aus« 
gefallener Kaiserschnitt. Frau Kr. stammte aus einer 
Familie, in der mehrere Glieder rhachitisch, andere nicht rha- 
chitische an Phthisis tuberculosa gestorben waren. Sie selbst 
hatte bis zum 7. Jahre sitzend zugebracht und war erst im 9, 
so weit gekommen, sich allein mit Leichtigkeit bewegen zu 
können. Seitdem im Winter die Schule besuchend, hatte sie 
den grössten Theil des Sommers als Hirtin von Gänsen und 
Kühen sich im Freien aufgehalten, was ihrem körperlichen Ge- 
deihen gewiss zuträglich war. Die Pubertäts- Entwickelung 
ging unbemerkt in ihr vor, 50 dass sie sich nicht bestimmt er- 
innerte, wenn die Pe-iode eintrat. Im 15, Jahre ging sie auf 
dem Lande in einen Dienst und musste Feldarbeiten verrichten, 
bei denen die schwer verdauliche Kost, die sie hatte, keinen 
nachtheiligen Einfluss auf die Säfte äusserte. * So erreichte sie 
das 31. Jahr, heirathete einen Witwer und übernahm die Pflege 
von drei unerwachsenen Kindern. Ihre bald nach der Verhei« 
rathung erfolgte Schwangerschaft verlief ohne weitere Beschwer- 
den und sie konnte bis an das Ende derselben ihren Geschäf- 
ten vorstehen und wurde nur durch den Hängebauch belästigt, 
In der Nacht zum 21. Juni 1836 traten die ersten Wehen ein 
und schon, ehe die etwas entfernt wohnende Hebamme herbei 
kam, sprang die Blase. Die Hebamme fand einen Fuss hoch oben 
im Beckeneingang#, und es brachten einige kräftige Wehen die 
Geburt nicht weiter und so verlangte diese , als sich nach eini- 
gen Stunden im Hergange der Geburt immer noch nichts geän- 
dert hatte, ärztliche Hülfe. Doch konnte wegen Zusammen- 
kunft der Aerzte Holsteins und Schleswigs in Altona ein Ge- 
burtshelfer in der Nähe nicht aufgefunden werden. Erst Mit- 
tags konnte der Verf. bei der Kreissenden eintreffen. Während 
derselbe sich zur Untersuchung anschickte, traten zwei Mal 
Wehen ein, die nach dem Tone der sonst sich wohl fühlenden 
Frau zu urtheilen, anhaltend und die Geburt befördernd seyn 
mussten. Die sehr unbequeme , in einer Wandbettstelle vorge- 
Bommene innere Untersuchung ergab, dass hoch oben im Be- 
ckeneingange der rechte Fuss mit dem äussern Knöchel gegen 
die Symphysis ossium pubis lag, während der andere bei det 
Rückenlage unerreichbar war und erst bei Seitenlage, ungefähr 
einen halben Zoll höher, mit dem äussern Knöchel über und 
neben dem Promontorium gefühlt werden konnte. Die äussere 
Untersuchung ergab ein stark eingedrücktes Kreuz, die Sym- 
physis oss. pubis fast horizontal in aufrechter Stellung, einen 
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