Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

[. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik, 469 
Ad 
it 
iz 
;h 
ar 
N 
78 
18 
Is 
In 
ar 
‘h 
Tax 
"s 
1= 
te 
‚te 
h, 
Um 
A- 
in 
ın 
MM 
ug 
um 
Du 
en 
m 
ar 
ler 
T- 
ı1e. 
IN 
hın 
‚e= 
N- 
al, 
Ds 
ar 
PE 
n 
m 
I 
20 
123 
sich so, dass er nur mit Mühe die genommenen Arzneien bei 
sich behalten konnte, und er brach den grössten Theil der ge- 
gen Abend genommenen Bittersalz - Auflösung wieder weg. 
Eben so erfolglos. hatte er eine grosse Menge theils ernähren- 
der, theils reizender Kiystiere genommen, Am 4, Tage nahm 
er. Croton-Oel und erbrach sogar nach etwas Thee; gegen Mit- 
jag konnte er keinen Schluck Wasser mehr herunterbringen, 
olıne Uebelkeit und Würgen, auch wohl Erbrechen zu bekom- 
men. Jetzt wurde Kälte angewendet, in der Form kalter Be- 
giessungen des Unterleibes ım lauwarmen Bade, kalter Um- 
schläge um den Leib und des Genusses von Gefrorenem, Als 
eben ein Klystier von Kiswasser gegeben werden sollte, trat 
Leibesöffnung und damit Aufhören sämmtlicher Beschwerden 
ein. 2) Vor längerer Zeit behandelts B, die 9 Monate alte 
Tochter eines Schneiders, Dieselbe hatte Durchfall und Fieber 
und B. glaubte daher, es mit gewöhnlichen Zufällen schwieri- 
gen Zahnens zu thun zu haben; indess war am nächsten Tage 
das Fieber heftiger, auch hatte sich mehrere Male Erbrechen 
eingestellt; das Kind lag theilnahmlos auf dem Rücken, und 
B. glaubte die Steigerung der Symptome und besomders das 
Erbrechen von einer entzündlichen Affection des Gehirns herlei- 
ten zu müssen, und liess deshalb zwei Blutegel an die Stirn 
setzen. Indess veränderten sich die Erscheinungen des Krank- 
seyns dadurch nicht; das Kind lag in beständigem Wimmern 
oline Schlaf. Am nächsten Tage war der Puls unzählbarz der 
Durchfall, welcher bisher täglich 10 bis 12 Mal eingetreten 
war, dauerte fort; nur hatten die Ausleerungen täglich eine 
mehr röthliche Färbung angenommen, und an diesem Tage ent- 
hielten sie deutliche Blutstreifen. Das Erbrechen erfolgte, so- 
bald die Kleine nur ein wenig Getränk zu sich genommen 
hatte. Der Unterleib schien zwar bei der äusseren Berührung 
des Leibes vom Anfang der Krankheit an schmerzhaft zu seyn, 
indess konnte man auf dieses Zeichen keinen besondern Werth 
jegen, da das Kind auch bei jeder Berührung einer andern 
Stelle seines Körpers schrie, Am Abende des 4. Tages starb 
das Kind und bei der Section zeigte sich eine in einander ge- 
klehte Intussusceptio in der Mitte der dünnen Gedärme. Die 
eingeschobene Stelle des Darms betrug an Länge etwas über 
einen Fuss, und zwar war der obere Theil des Darmcanals in 
den untern eingetreten. Der gesammte Darmcanal war an der 
eingeschobenen, Stelle in allen seinen Häuten verdickt und roth, 
also entzündet, die Verklebung aber noch nicht sehr fest, so 
dass man sie mit einiger Sorgfalt ohne Beschädigung der Darm- 
wände trennen konnte, Der dicke Darm erschien nur in sei- 
ner Schleimhautfläche geröthet, wie die dicken Därme bei an 
der Ruhr Gestorbenen‘ aussehen. Auffallend war das Fortbe- 
stehen des Durchfalls bei einer so bedeutenden Ineinanderschie-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.