Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

1], Materia medica und Toxikelozie, 40 
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tiefe Wurzel geschlagen hat, dass die Heilung nicht mehr mög« 
lich ist, Der Verf. sieht einen seiner nähern Freunde einer 
solchen Lähmung gleichsam unter seinen Augen unterliegen, 
Bei einer Reise ins Hochgebirge wurde derselbe, der früher an 
epileptischen Krämpfen, später an Hämorrhoiden and Gicht ge- 
hiten hatte, von heftigem Regen befallen. Er rettete sich in 
eine kleine, aller Bequemlichkeit ermanzelnde Baude und 
brachte dort, um sich zu trocknen, die Nacht zu; während 
welcher er manchen nervösen Reizungen unterlag. Kr empfand 
den Morgen schen Taubheit der Zehenspitzen, und als er nach 
Breslau zurückkehrte und E. ihn auf die Gefahr aufmerksam 
machte, die ihm drohte, verlor er sein Vertrauen und erst nach 
einem Jahre, als schon die Lähmung der untern Extremitäten 
eingetreten war und das Leben in Gefahr stand, kam er wie- 
der in. Behandlung des Verfs. Es blieb nun kein Mittel un- 
versucht, ihn zu heilen, doch, obwohl er entwickelte Gicht be- 
kam, die Lähmung nicht weiter schritt und er heute noch mit 
grosser geistiger Thätigkeit einem grossen Geschäft vorsteht, so 
blieb er dech ‚gelähmt, paraplegisch und er kann sich nur mit 
Mühe von der Stelle bewegen. Auch sah E: so eine junge, 
kräftige Frau nach grossen Gemüthsbewegungen gleicher Läh- 
mung unterliegen. Sie begann erst zu stolpern und fiel zuwei= 
len mitten in die Stube, was sie lange Zeit äussern Veranlas- 
sungen, oder der Zunahme an Umfang, sie wurde nämlich sehr 
fett, zuschrieb. Endlich fiel sie ein Mal die Treppe herab, 
stand aber unbeschädigt wieder auf und klagte nur über ihre 
Ungeschicklichkeit, Nach einer Woche konnte sie jedoch nicht 
mehr ohne Hülfe gehen und als. sie E, später sah, Konnte sie 
auch nicht‘ mehr die Arme gebrauchen. ” Später starben nach 
und nach alle Muskelbewegungen ab, sogar das Vermögen 
zum Schlingen und endlich Gesichts-, Geschmack - und Gehör= 
sinn, .wobel sie nur nach und nach an Fleisch und blühendem 
Aussehen verlor. Zuletzt stand die Bewegung des Thorax still 
und der Tod erfolgte durch Steckfluss, Während langer ärzt- 
licher Behandlung hatte auch nicht ein Mittel nur dern gering« 
sten Erfolg. Aehnliche‘ Fälle beobachtete E. mehrfach in der 
Hospitalpraxis und mehrere Male den unerklärbaren, in dem 
das Sprachvermögen allein gelähmt, oder vielmehr sich so ver- 
ändert zeizte, dass Pat. zwar alle möglichen Waortbildungen 
machen‘ konnte, aber das Wort selbst, nämlich die Sprache in 
ihren gewöhnlichsten Bezeichnungen verloren hatte und die 
Wörter auf die confuseste, Weise ausdrückte, bei sonst völlig 
ungestörtem Selbstbewusstsein und ohne zu bemerken, dass er 
nicht das richtige Wort gebrauche. Diese babylonische Sprach- 
verwirrung ist dem Verl, allgemein und theilweise vorgekom- 
men und’ scheint völlig dem physischen Leben anzugehören, in- 
dem alle Handlungen des Menschen vernünftig „waren, Ein 
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