Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

[. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik, 395 
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Jisch ab und zu, schwieg auch wohl lange Zeit hindurch ganz, 
der es blieb nur dumpfer Schmerz zurück, bis der heftigere 
neuerdings wieder sich einstellte, | Meist erstreckte er sich längs 
des Laufs des betreifenden Ureters abwärts gegen die Blase 
hin und zwar entweder als Folge sympathischer Fortpflanzung, 
oder aber als Folge des sich weiter herabsenkenden Steins, 
Die Stelle, wo dieser gerade war, bezeichnete das Gefühl des 
Kranken bisweilen ganz genau als vorzüglich und eigentlüm- 
lich schmerzhaft, allmählig weiter und weiter rückend, bis er, 
nach Eintritt des Steins in die Blase, plötzlich verschwand. 
2) Drang zum heftigen Harnlassen: Dieser Zufall war nicht 
immer sehr hefüg, so, dass manche Kranke ihn erst erwähn- 
ten, als man sie darum fragte, er mangelte wohl auch ganz, 
Oft war dabei Schmerz in der Eichel, oder längs der Harn- 
röhre, oder in der Harnblase selbst, Der Harn‘ war bald hell 
und blassgelb, bald dunkelbraun, roth, wolkicht, Oft ging er 
sparsam, trüb und dunkel ab, wurde aber plötzlich heller und 
copiöser, als sich das Steinchen zeigte. 3) Erbrechen, Ge- 
wiss wird ein solcher Steinabgang zum ersten;Male nur sehr 
selten ohne Erbrechen vorkommen; der Verf. sagt zum ersten 
Male, weil ihm allerdings mehrere bekannt worden sind, wo 
der oft wiederkehrende Abgang von Nierensteinen ohne Erbre- 
chen vorkam. Dies Erbrechen erweist sich als symptomatisches: 
es sind conatus vomendi, die wohl Anfangs den Inhalt des Ma- 
gens entleeren, dann aber nichts mehr, oder nur etwas Schleim, 
etwas grünliche Masse, ohne dass Symptome von gastrischen 
Unreinigkeiten, oder Magenentzündung etc. zugegen sind, Dage- 
gen trat das Erbrechen oft augenblicklich verstärkt ein, wenn 
der Schmerz in der Nierengegend heftiger, stechender wurde, 
oder es erneuerte sich wieder, wenn der zuvor rastende Nie- 
renschmerz sich wieder erneuerte, 4) minder beständige Zu- 
fälle waren krampfhaftes, höchst belästigendes Anziehen des 
Hodens gegen den Bauchring, blitzartig zuckende Empfindung 
in der Extremität der  leidenden Seite und zuckendes Muskel- 
spiel in derselben. Letzteres war in einem Falle so stark, dass 
man es nicht nur unter der aufliegenden Hand sehr dentlich 
fühlte , sondern auch recht gut sehen konnte. Bei sorgfältiger, 
umsichtiger Beachtung dieser Symptome wird man fast mit Ge- 
wissheit einen im Abgehen begriffenen Nierenstein im Voraus 
verkündigen können und denselben früher oder später finden, wenn 
man dem Kranken ernstlich empfiehlt, in einem wohlgereinigten 
Harnglase nicht nur allen Harn aufzufangen, der für sich al- 
lein, sondern auch jenen, der während der Stuhlausleerungen 
abgeht. Man sieht das Steinchen, auf dem Boden des Glases 
liegend, am besten, wenn man das Gefäss in die Höhe hebt 
und von unten aufwärts betrachtet, was der Verf, gewiss nicht 
angeführt hätte, ‚wenn er nicht wüsste, wie leicht ohne diese
	        
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