Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

(. Pathologie,‘ Therapie und medicinische Klinik, 389 
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Karrensalbe darstellte. Im 4, Ventrikel bemerkte man üher- 
dies ein bohnengrosses Afıerorgan von Consistenz des Fettes 
mit kleinen Knochenconcrementen, Die Venen des Hirns, hbe- 
sonders die zwischen den beiden Hemisphären und in der Ba- 
sis des Hirns sahen paternosterartig, abwechselnd gelb und 
schwarzroth aus, Beim Aufschneiden derselben zeigten sich die 
gelben Stellen zum Theil von fibrös-fettartigen, runden Con- 
crementen herrührend, die das Lumen der Vene verstoplten. 
Zwischen denselben waren Tropfen von dünnflüssigem Venen- 
blutez theils rührten aber auch dieselben von stellenweisen 
Verdickungen der Venenwandungen her und es erschien zwi- 
schen die Häute derselben ein ähnlicher Stoff ausgeschwitzt, der 
an einigen Stellen deutlich verknöchert war, Die rechte Lunge 
war ganz mit der Pleura costalis verwachsen und die Lunge 
selbst stark mit Blut überfülltz die Jinke Lunge war gesund, 
doch nach hinten gedrängt; das Herz bedeutend vergrössert, der 
linke Ventrikel erweitert und in seinen Wandungen fast um 
das Doppelte verdickt und die Trabeculae carneae zum Theil 
Fingersdick. An Klappen und Arterien sah man nichts Abnor- 
mes. Der rechte Ventrikel stand im Verhältniss zum Linken 
und beide waren leer und enthielten keine Blutecoagula, Das 
Cöcum lag quer; das Colon transversum hildete einen spitzen 
Winkel nach unten und drückte durch sein Heraufsteigen den 
Magen in aufrechter Stellung nach unten, auch war es bedeu- 
tend länger als gewöhnlich und erweitert, Die Leber war, 
wohl in Folge der vorgeschrittenen Fäulniss schwärzlich, die 
Gallenblase aber normal, doch enthielt dieselbe neben ziemlich 
normaler Galle viele schwarze 4eckige Körperchen, die wie 
krystallinisch aussahen, In der Bauchhöhle fand sich etwas 
Wasser, Milz und Nieren, besonders die rechte, waren sehr 
erweicht, Im Darmkanale bemerkte man nichts. Abnormes. Die 
Concremente in der Gallenblase erschienen unter dem Micro- 
skope blau -schwarz mit strohgelbem Staube an einzelnen Stel- 
len bedeckt; die Oberfläche nicht krystallinisch, sondern körnig 
und au einzelnen Stellen traubenförmig. Beim Zerstossen er- 
schienen sie hart, spröde. Unter dem Löthrohre verbrannten sie 
mit knisterndem Tone und dem Geruche nach verbrannten Haaren, 
Man zerrieb 4 Grane derselben und kochte sie mit einer Unze 
Alcohol , wobei dieser gelblich wurde und viel schwarzes Pul- 
ver ungelöst zurückblieb. Den abfiltrirten Alcohol dämpfte man 
über die Hälfte ab und Hess ihn dann über Nacht stehen, ohne 
dass sich eine Spur von Crystallbildung wahrnehmen liess, auch 
schied zugesetztesa Wasser nichts aus. Er wurde daher zur 
Trockenheit abzedampft, wobei eine kleine Menge einer gelh- 
lich-grünen, zähen Masse zurückblieb, die jedoch an der Luft 
gleich wieder feucht wurde. Den Rückstand auf dem Filtrum 
behandelte man mit caustischer Kalilauge, filtrirte il und setzte
	        
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