Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

356 N. Materia medica und Toxikologie, 
manche mit Recht gerühmte äussere Mittel ihren Ruf vielleicht 
einem ähnlichen Processe? Der Verf. hat bereits angefangen, 
mehrere als unheilbar erklärte Kranke nach dieser Ansicht zu 
behandeln , auch wird er weitere Forschungen anstellen und das 
Nähere darüber später mittheilen, [Hamb. Zeitschr. f. d. ges. 
Medicin, Bd. V, Hft. 3.) 
156. Natrum carbonicum; vom Grossh. Bad. M. R. 
ScnnziDEer. Nach den Erfahrungen des Verfs, gehört die Fi- 
scher’sche Schrift (Summar. Bd. XM. Hft. 1. Nr. 27.) worin 
das kohlensaure Natron als eins der kräftigsten und mächtigsten 
rückbildenden Mittel gegen die verzweifeltsten Unterleibsübel 
mit Recht angerühmt und zur Prüfung anempfohlen wird, zu 
den werthvollsten Beiträgen der practischen Medicin in neue- 
ster Zeit. Vorzüglich hülfreich bewährt sich dieses treffliche 
Mittel in der von Fischer angegebenen Verbindung mit an- 
dern höchst zweckmässig unterstützenden Mitteln und überaus 
strenger Diät gegen Gicht, hartnäckige Drüsenverhärtungen, be- 
sonders der weiblichen Brüste, des Pancreas, des Gekrüses, 
der Leber, der Ovarien, des Uterus, der Hoden, der Schild- 
drüse etc. — S. hat eine, allen Mitteln viele Jahre spottende, 
bedeutende Verhärtung des linken Ovariums, das’ ganz höcke- 
rigt und von monströser Grösse durch die mazgere Bauchwand 
zu fühlen war, so wie eine höchst bedeutende und metasta- 
tisch entstandene Spina ventosa am Schien- und Wadenbeine 
einer Jungen Frau geheilt, gegen die, nach einstimmiger Erklä- 
rung sehr geachteter und kenntnissvoller Aerzte, Amputation 
des Fusses als einziges Rettungsmittel vorgeschlagen worden war. 
[Hufeland’s Journ. d. prakt. Heilkunde. 3837, Mürz.] 
157. Das Haller’sche Sauer, äusserlich ange- 
wandt; von Dr. Bracr in Neustadt, Köln, Regier.-Bezirk, 
So wirksam die Mirtura sulphurico-acida als innerlich gereich- 
tes Mittel ist, eben so vorzüglich wirkt sie in anderer Weise 
bei einigen Krankheiten äusserlich angewendet. Mit gros- 
sem Vortheile ist sie von B. in folgenden Fällen verordnet wor- 
den, 3) Bei sehr schmerzhaften rheumatischen und 
gichtischen Affectionen, die fieberlos und ohne wahr- 
nehmbare Entzündung sind, einzelne Theile, den Kopf, den 
Arm, den Schenkel, ein einzelnes Gelenk, befallen und mehr 
oder weniger periodisch auftreten. Beim Hüft- und Lendenweh, 
beim Gesichtsschmerz wird”es drei bis vier Mal täglich an der 
schmerzhaften Stelle eingerieben. Oft hören die fürchtlichsten 
Schmerzen schon nach zwei- bis dreimaliger Einreibung auf 
und in den meisten Fällen erreicht man damit seinen Zweck 
vollkommen. 2) Zur Zertheilung kalter Geschwülste, 
lymphatischer Stockungen, Drüsenverhärtungen, 
örtlicher, wässeriger Ansammlungen, Wasser-
	        
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