Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

iX. Materia medica und Toxikologie. 23 
Mittel Gefühl von Wärme und Minderung der Schmerzen im 
Magen und genasen in 8—12 Tagen, Bisweilen entstand da- 
nach Verstopfung, doch verlor sie dieselbe auf ein purgirendes 
Oel.‘ [Hamb. Zeitschr. f. d. ges. Medic. Bd. IF. Hft. 3. 
nach: Tidskrift für Lackare och Pharmaceuter. Jul, 1835.] 
10. Ueber ein Gallapfelpräparat, im Hospital 
Ourcine gebraucht; von Dr. BouTIoNY. Gibert, der 
Arzt des genannten Hospitals, nennt die Tinct, Nuc. Gallar, 
alcoh. concentr. et arom. das beste Mittel gegen Leucorrhöen, 
besonderä aber gegen gewisse Anschwellungen des Colli uteri 
mit oder olıne Ulceration (als Injection in 7—8 Theilen Was- 
ser). Das Mittel bestätigt sich auch in den Händen Anderer 
und es ist daher ein sicheres Präparat wünschenswerth. Die im 
Hospitale Ourcine gebräuchliche Abkochung mit Wasser und 
Eau de Cologne enthält aber besonders 3 Substanzen: 1) das 
mit Weingeist zu gewinnende, in 2— 3fachem Wasser Jösliche 
Extract, das über die Hälfte der angewendeten Masse beträgt; 
2) das gummöse Extract, das mit kaltem Wasser aus den mit 
Alcohol extrahirten Galläpfeln zu bereiten ist und 3) Amylum, 
dessen Spuren eine Abkochung der doppelt extrahirten Gall- 
äpfel deutlich zeigt; doch Tannin mit Amylum aufgekocht 
verliert rasch das Adstringirende. B. schlägt daher nachste- 
hendes Verfahren ein und vor: man infundire die gröhlich ge- 
pulverten Galläpfel in geeignetem Apparate mit Weingeist von 
33° 3—4 Tage, lasse den Weingeist ab, mache eine zweite, 
dritte und vierte Infusion, bis der Weingeist dem Pulver nichts 
mehr entzieht (15 Litres Weingeist auf 8 @); spüle den zu- 
rückbleibenden Weingeist mit Wasser ab, schliesse den Halın, 
sobald Letzteres bräunlich durchläuft, destillire (nur ein Pfund 
Weistgeist geht verloren), wo dann ein terpenthinartiges Harz 
zurückbleibt (über 4 ©); auf dieses noch warme Extract giesse 
man 4 % Alcoh. und setze zur rasch eintretenden Auflösung 
ätherische Oele hinzu (Essence de bergamotte, de cedrat,, de 
citron. aa 38. de levande, thym. rorism. aa 3}. Tinet, alcool, 
de benjoin 3j.) rühre es um, stelle es zur Ruhe und filtrire, 
Man erhält reichlich 8 © Tetr. von brauner Farbe, angenehm 
aromatischem Geruche und 19—20° Reaumur. [Hamb. Zeit- 
schr. f. d. ges. Medic. Bd, IV. Hft. 4. nach: Bullet, 
gender. de Therapeutique Nov. 1836.] 
1l. Ueber den Gebrauch der Squilla nach der 
endermatischen Methode; von Macn. Huss. Im Sera- 
phinen-Lazarethe zu -Stockholm lagen 2 Männer von 20—30 
Jahren an Ascites darnieder, bei denen der innerliche Gebrauch 
der Squilla Leibschmerzen und Erbrechen machte. Bei diesen 
Kranken streute H. die Squilla auf eine durch ein in der Ma- 
gengegend gelegtes Blasenpflaster wundgemachte Stelle. Die
	        
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