Full text: (Neueste Folge, Band 5 = 1837, No 9-No 16)

Neueste Bibliographie 
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wachsennen Bänden der chemischen Handbücher init grösser Um- 
sicht und grossem Fleisse Alles, was dein Arzte und Wundarzte 
zunächst liegt, klar und deutlich in einem engen Raume zusam- 
meugestellt und so für Kosten* und Zeitersparniss, um die es 
sich in der. jetzigen Zeit bei practischen Aerzten so sehr handeln 
muss, sehr gesorgt hat. Wie Ref, sich überzeugte, wurde von 
dem Verf. so weitschichtig auch das Gebiet ist; das er abzuhans 
deln sich vorsetzte, nichts von Wichtigkeit übergangen; ja er hat 
sogar auf. die technische Anwendung Rücksicht genommen; die 
von ihm benutzten Quellen sind die, besten und auch die Berei- 
cherungen; welche die neneste Zeit der Chemie brachte, sind 
sorgsam beachtet worden, So ist denn das Werk allen denen, für 
ıtie es der Verf, dem Titel nach . bestimmte und anf die bei der 
guten Ausstattung und Feststellung des billigen Preises die Ver- 
langshandlung sah, wiederholt als sicherer Führer und Berather zu 
empfeblen. — Was“ übrigens den Inhalt betrifft, so enthält die 
erste Abtheilung, ausser der Einleitung, die allyzemeine Che- 
mie (S. 11—64.) und von der speciellen Chemie die Chemie 
der unorganischen Natur (S. 69—-323.), die zweite Abs 
theilung aber handelt die gesammte Chemie der organischen 
Natur (S. 3—143) ab. Die Chemie des menschlichen Or- 
ganismus nimmt S. 100—140 ein, Den Schluss macht die Lehre 
von den Reagentien (S. 152 — 177), worauf die gut gefertigten 
Register folgen. — Möchte diese Anzeige etwas dazu beitragen, 
das ärztliche Publikum auf ein6 Schrift aufmerksam zu machen, 
welche beim Gebrauche es zeigen wird, dass sie die beste Em« 
pfehlune verdiente! 
Die Heilkräfte des kalten Wasserstrahls. 
Mit einem Rückblick auf die Geschichte und mit 
besonderer Rücksicht auf das Staubregenbad und 
kalte Büder. Dargestellt von Dr. Ludwig JFil- 
heim Mauthner, ehemaligem k. k. Regimentsarzte, 
wirklichem Mitgliede der medice. Facultät und 
practischen Aerzte zu Wien etc. Mit 4 Kupfer- 
tafeln. Wien, 1837. In Commission bei Carl 
Gerold. gr. 8. XIV. und 420. S. 
Als der. Verf. vor zwei Jahren den Plan zu der hier‘ anzu- 
zeigenden Schrift entwarf, war der Gebrauch des kalten Wassers 
noch nicht Modesache geworden und man würde dem Verf, sehr 
Unrecht thun, wenn man glauben wollte, dass er durch Meraus- 
gabe seines Werks der Mode gehuldigt habe. Er hatte nämlich 
einen ganz andern, höhern Zweck, nämlich den, den practischen 
Werth des kalten Wassers wissenschaftlich za begründen, 
wenn dieses. aus gewisser Entfernung auf den Körper einwirkt,
	        
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