Full text: (Neueste Folge, Band 4 = 1837, No 1-No 8)

II. Materia medica und Toxikologie. 343 
Leibstuhl und kommt so noch oft Ziele. Die Nachkur an 
langend, so befindet sich Pat. in der Regel nach der Rur ganz 
"old und man giebt ihm nichts als Dcc. Salep und einige Kly- 
stiere. Dass übrigens mit Entfernung des Wurms das Uebel 
noch nicht gehoben ist, sondern dass die Radicalcur nur durch 
gänzliche Entfernung der Krankheitsdisposition erlangt wird, 
*st bekannt. Eine Nachkur ist daher stets nöthig. Der Verf. 
lässt aus Vorsorge von folgenden Pilleu einige Wochen so viel 
nehmen, bis einige Stuhlausleerungen erfolgen: Rec. Pulv m 
ra d. Rhei — Jalapp. G. Gutt. aa. gr. XV, Calom. 5ß. Pulv. 
r «d. filic. mar. — sem. Cjjn. — rad. Gentian, — Calam. 
«rum. aa. 5ß- Ol. jilic. mar. gtt. X. m. J. I. a. pil. pond. 
£ r jj. D. S. Nach Bericht. Zugleich lässt er oft rohen Meer- 
fettig, Zwiebeln, Knoblauch, Häring, Wein, gute Kost und 
später bittere und eisenhaltige Mittel nehmen. Bei Manchen 
es übrigens fast unmöglich, die Regeneration zu verhüten. 
Was endlich die Contraiudicationen anlangt, so verbieten die 
Cur auf gewisse Zeit: zu jugendliches Alter, jede entzündliche 
Krankheit, Menstruation und Mannbarwerden der Mädchen, 
Schwangerschaft, Entbindung und Säugen und jede andere 
Krankheit, die schnell beseitigt werden kann. Auf immer da 
gegen verbieten die Kur: zu hohes Alter, stark durch andere 
Krankheiten mitgenommene Subjecte, Hernien, hoher Grad von 
Hypochondrie, Hysterie und Hämorrhoidalleiden, zu grosse Reiz 
barkeit, grosse Neigung zu Koliken und Entzündungen, bedeu- 
*ende Cachexieen und wo noch keine Glieder abgegangen. 
1 Med, Corresp.-Blatt d. ivürt. ürztl. Vereins. 1837. Bd. VII, 
Nr. 2 und 3.] 
II. Materia medica und Toxikologie. 
139. lieber die Heilkräfte der Enphrasia 
ficinalis; vom Prof. Dr. Khanichfeld in Berlin. Wie 
Flieder, Chamille, Arnica, Digitalis, Taraxacum, Aconit, Toll 
kirsche und andere Püanzen da, wo sie Vorkommen, gewisse 
Kraßheiten zu heilen bestimmt sind, so heilt auch die Eu- 
p/irasia qf/tcinalis gewisse Krankheiten, gegen die man ver 
gebens andere Mittel anwendet und gehört gleich jenen zu den 
wirksamsten Mitteln. Dass aber der Verf. diese Pflanze vor an 
dern wirksamen, ebenfalls vergessenen Mitteln der Vorzeit vor 
zugsweise zum Gegenstände seiner Beobachtungen wählte, 
kommt daher, dass ihn dieselbe beim Beginnen seiner Studien 
durch ihre ganze kräftige, feste, schöne Bildung besonders an- 
Zu g* Als er später hörte, dass sie lange gar nicht mehr gebraucht 
''erde, fragte er sich oft, warum sie gleichwohl bei allen Völ 
kern, wo sie wächst, so bedeutungsvolle Namen habe? Er 
forschte genauer nach ihren verschiedenen Benennungen und
	        
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