Full text: (Neueste Folge, Band 4 = 1837, No 1-No 8)

I. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 205 
^lackall eine Menge practischer Bemerkungen mitgetheilt. — 
A“ denen, die diese Krankheit beobachtet haben, muss auch 
»och Crampton gefügt werden, der/in einem Falle dieNieren 
8 *l' r ausgedehnt und weich (and. Ferner soll Alison, naclt 
Gregory, schon 1823 in seinen klinischen Vorlesungen aut 
j*j e Verbindung der Wassersucht mit gerinnbarem Urin und ver 
wartetem und tuberculosem Zustande der Nieren aufmerksam ge 
macht haben. Er sowohl, wie Home, Du nenn und Gra 
ham haben Beiträge zu Gregory’s Sammlung geliefert und 
auch Brodie hat neuerlich in seinem Werke über die Krank 
heiten der Harnwerkzeuge sich über dieses Uebel verbreitet, 
hr hat es oft mit chronischen Alfectionen der Prostata beobach- 
*et und glaubt, dass die coagulable Beschaffenheit des - Urins 
oft durch Secretion des Albumen in der Blase selbst bewirkt 
'Vird. — Bright’s Lehre hat übrigens an E 11 io tson* in 
London und Graves in Dublin Gegner gefunden. Elliot- 
®on meint, er habe so viele Fülle von Wassersucht mit gerinn 
barem Urine gesehen, wo die Kranken völlig genasen, dass er 
n, cht an nehmen könne, dass die Nieren dabei sehr ergriffen ge 
wesen seyn sollten, obgleich er anerkennt, dass der Harn im 
•^gemeinen albuminüs ist, wenn die Nieren an der besproche- 
,,en Desorganisation oder Congestion leiden. Dagegen kann 
oian aber einwenden, dass die grosse Neigung des Uebels zu 
iiuckfallen es schwer macht, zu bestimmen, dass der Kranke 
ganz hergestellt ist. Ausserdem leugnen die Beobachter nicht, 
Hass das Uebel, besonders wenn es nacli Scarlatina entstanden, 
oder überhaupt gleich behandelt worden ist, geheilt werden 
ttann. Desorganisation der Nieren aber blos deshalb anzuneh- 
IUen > weil sieb etwas weniges Albumen im Harne findet, bei 
sonstiger Abwesenheit der andern Symptome, wird man gewiss 
®oen so wenig vertreten können und ist ausserdem gegen die 
. “nähme aller Beobachter einer solchen Beschaffenheit des Harns, 
J a sogar bei Gesunden, als es unrichtig nach den vielen vor- 
'““denen Erfahrungen seyn würde, eine solche Affection der 
^’oi'en zu bezweifeln, wenn der Harn coagulabel und von ge- 
r '“gem speciiischen Gewichte ist, oder wenn diese seine Be- 
p 'affenheit mit Wassersucht, oder hartnäckigem Oedem der 
Intimitäten, oder des Gesichts, oder mit hartnäckiger Diar- 
*oe oder Erbrechen, verbunden ist. Graves geht noch wei- 
er * Er glaubt dass man albuminöse Beschaffenheit des Harns 
, Us verschiedenen Ursachen in denjenigen Wassersüchten antref- 
i *! Könne, die nicht mit Nierenkrankbeiten verbunden sind und 
e lau ptet daher, obgleich er sich nur auf zwei Beobachtun- 
stützt, dass ein blasser, eine kleine»Quantität Albumen 
'“Itender und niedriges specifisches Gewicht besitzender Urin 
!; 1 *ls characteristisches Zeichen einer chronischen Hepatitis 
‘ ‘/gerührt werden müsse. Dies stimmt aber durchaus nicht 
u Gright’s, Gregory’s und Kayer's Erfahrung. Wohl
	        
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