Full text: (Neueste Folge, Band 4 = 1837, No 1-No 8)

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Neueste Bibliographie. 
In der sich derVerf. überall mit den neuesten Entdeckungen der Pb}'* 
siologie der Nerven vertraut zeigt, sckliesst sich eine sehr belehrende 
Darstellung über die Nervenkriifte und die Seeleuvennögen an, ans 
welcher sich ergiebt, dass erstere, nicht aber letztere dein Hirne 
eigen sind und dass es nur Uebereilung sei, wenn inan dein Hirne 
in ähnlicher Weise die Seelenvermögen, als ihm eigeuthiimliche 
Verrichtungen, zuschreibe, wie dein Magen die Verdauungskräfte« 
— Da die in dieser Vorlesung zur Sprache gekommenen Gegen* 
stände für Physiologie, Psychologie und Psychiatrik von grösster 
Wichtigkeit sind und von dein Verf. auf das Gründlichste be 
sprochen wurden, so wünscht lief, auch der deutschen Ueber- 
eelzuug- so viele Leser, wie dem Originale, das ein neuer Beweis 
von dem Scharfsinne und der Gelehrsamkeit des Verfs. ist, zo 
Theil geworden sind. 
Die Wassersucht in den edelsten Höhlen 
und in ihren gefährlichsten Folgen 
dar gestellt von Dv. Joh. Wendt, k. Gehei 
men Medicinalrathe und Professor. Breslau hei 
Wilhelm Gottlieh Korn. 1837. gr. 8. 
XVIH. u. 162. S. 1 Rtldr. 
Der wohl jedem Leser dieser Zeitschrift riilnnlichst bekannte 
Verf., einer der wenigen altern, mit reicher Erfahrung ausgestat- 
tetea Aerzle Deutschlands, welche, bei einem sehr ausgebreiteteu 
und in mehrfacher Richtung sich entfaltenden Wirkungskreise, 
sich auch noch schriftstellerisch mit unermüdlichem Eifer beschäf 
tigen, beschenkt uns durch die hier anzuzeigeude Schrift — wel 
che dem D. Elias Heus ekel in Breslau zum Tage seines 50- 
jährigen Doctorjubiläums gewidmet ist — mit einem Werke, für 
welches ihm die practischen Aerzte nicht genug danken kö'nnen und 
auf welches lief, hiermit alle diejenigen aufmerksam machen will, 
welche gründliche Belehrung für ihr practisches Wirken wünschen. 
-— Gern möchte derVerf., wie sich aus der Vorrede ergiebt, deO 
ganzen (Jonspectus morbovum n. seine Ansichten darüber veröffentlichen, 
jJocli ist ihm dieses bisher, auch bei dem besteu Willen, noch 
nicht möglich gewesen und so glaubt er es denn, da er doch 
nicht weiss, oh es ihm noch gestattet seyu wird, diese Aufgabe 
zu lösen , vorziehen zu müssen, einzelne Reihen von Krankheits- 
formen aus seinen Heften für den Druck zu bearbeiten. Dass er 
für jetzt die Wassersucht zur Bearbeitung sich wählte, liegt i'° 
Bedürfnisse derZeit. Die Monugraphieen von Monro, Bacher, 
Metzler, Hoffinann, Milmau und Sachtleben gehören 
dem vorigen Jahrhunderte an und die spätem Arbeiten von Jvne- 
bei, Eggert, Ayre und Schmidt dürften eine vollständig 0 
Arbeit über die Wassersucht wohl uicht verdrängen. Bei Bear-
	        
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