Full text: (Neueste Folge, Band 3 = 1836, No 17-No 24)

II, Materia medica und Toxikologie, 
157 
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oft unbesiegbaren Widerwillen gegen das Mittel. Der Zeitpunct 
dieser Uebersättigung ist nun freilich nicht im Voraus bestimm 
bar, da sie bei Vielen, bespnders Pleuritischen, gar nicht, oder 
erst nach Beseitigung der Krankheit, bei Andern früher, ja bei 
einigen sehr Reizbaren, die doch immer nur Ausnahmen von der 
Regel sind, gleich nach den ersten Löffeln sich einstellt. Der 
Arzt muss daher den Kranken oft, etwa alle 2 Stunden, selbst 
sehen. Gleich nach dem Tart. stibiat. müssen wo möglich 
keine andern innern Mittel in Anwendung kommen, sondern 
mau muss dem Kranken mehrere Stunden Ruhe gönnen, allen 
falls ein Vesicator legen, später aber Expectoration und Resorp 
tion durch Salmiak, Nitrum, Digit., Aqu. hauroc. ami/gd. 
ttmar. Kalomel (das nur selten angezeigt seyn möchte) Inhala 
tionen lauer, erweichender Wasserdämpfe, Gelalina Lichen, 
isl. Licli. Carrag., Dec. Allhacae, Honl. mit braunem Zucker 
etc. befördern und so die Heilung vollständig machen. Auch 
hat der Verf., was er zuerst bei Lännec beobachtete, später 
vielfach wahrgenommen, das der Tart, stibiat. in grossen und 
steigenden Gaben, wenn einmal Uebersättigung: heftiges Bre 
chen und Purgieren, eingetreten ist, bei Fortgebrauche diese 
Wirkung immer noch äussert, wenn man auch mit den Gaben 
bedeutend fällt und selbst weit kleinere giebt, als Pat. noch 
vor wenigen Tagen sehr gut vertrug. Ein Weitergebrauch 
.schadet dann durchaus. Bekannt ist auch, dass der Tart. sti 
biat. in kleinen, rasch wiederholten Gaben leichter Erbrechen 
macht, als in grossen, seltenen; bei gastrischen Zuständen, be 
sonders nach oben turgescirendee Cruditäten und Galle weit leich 
ter als bei entzündlichen, vorzüglich Lungenübeln; beim Nach 
trinken lauwarmen Getränkes endlich leichter, als wenn ein 
Wenig Zuckerwasser oder gar nichts nachgetruuken wird. Ein 
Gran Tart. stibiat. auf 5 oder 6 Unzen Pot. River., stünd 
lich zu I Esslöffel, macht oft starkes Erbrechen, während 8 
und mehr Gran, auf die gleich anzugebende Art verordnet, we 
der Brechen noch Purgiren hervorbringen. Deshalb setzt der 
Verf. den gewöhnlichen Brechmixturen ausser 4 bis 6 Gran 
Tart. stibiat. auf 3—4 Unzen Flüssigkeit noch 1—2 Scrupel 
Pulv. rad. Ipecac. zu, um die beabsichtigte Wirkung sicher 
zu erreichen und die zu starke, oder alleinige auf den Stuhl zu 
verhüten. Er lässt davon alle Stunden einen Esslöffel neh- 
und reichlich laues Getränk nachtrinken. Nach der erwähnten 
Methode giebt B. aber den Tart. stibiat. in der Regel, wie 
folgt: Rcc. Tart. stib. gr. vi.—xij. Aqu. dest. 5v. Syr. Rub. 
Idaci vcl. Amygd. 5J. Aqu. Lauroc. 5ß.—j. vel Extr. Hyosc. 
gr. vj.—-x. vcl Extr. Rellad. gr. iij—vj. M. D. S. Erwach 
senen alle 2 Stunden einen Esslöffel, Kindern, für die jedoch 
**.| e narcotischen Zusätze noch zu verringern sind, 1—2 Thee- 
löffel, bi 8 i Kinderlöffel. Nachtrinken lässt man etwas doch 
nicht ganz Risch aus dem Brunnen geschöpftes Zucker- oder
	        
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