Full text: (11. Band = 1835, No. 9-No. 16)

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III. Materia medica und Toxikologie. 
n inus, bei allen Neurosen, und man muss also die Falle, wo er 
ii ‘iiift, durch zahlreiche Versuche heraus zu finden suchen. Ei- 
I, »en Wink seiner helfenden Kraft gehen besondere Empfindungen 
S lr « kranken Theile während seiner Anwendung und meist kann 
;t nian darnach günstigen Erfolg versprechen. In der Charitö wur- 
I den bei den meisten Kranken örtliche Wirkungen bemerkt, doch 
r helei, die Versuche fruchtlos aus. Fast möchte B. glauben, dass 
1 dies nicht am Magnetismus, sondern eher an der Methode der 
J Anwendung gelegen habe. Es giebt aber drei Methoden der magne- 
3 fischen Behandlung: 1) Streichen, wie es Bahrt gemacht. 
' geschieht es in passenden Fällen mit hinlänglich starken Magne- 
• ten i so giebt es den augenscheinlichsten Beweis von der Kraft 
des Mittels und bringt Zutrauen, weshalb es herumreisende Ma- 
1 SHetiseurs fast ausschliesslich anwenden. Der Magnetismus wirkt 
1 Jedoch dabei nicht lange genug ein und hilft deshalb oft nur 
lan gsam, oder gar nicht gründlich. Man ist darauf beschränkt, 
We "n man nur wenige Magnete besitzt und viele Kranke zugleich 
d^guetisch behandeln will. B. hat in den letzten Jahren nur 
leiten von dieser Anwendung Gebrauch gemacht, weil sie viele 
"®jt wegnimmt und der anhaltenden Einwirkung des Magnets an 
Wirksamkeit nachsteht. 2) Application magnetischer Plat- 
auf die leidenden Theile, wie dieselbe früher geschah, 
lieferte sehr schöne, unbezweifelte Resultate, hat aber roeh- 
* ere Unbequemlichkeiten, nämlich: aj sollen die Platten hinläng- 
le h stark magnetisch werden, so müssen sie sehr gut gearbeitet 
Se >»; l>) die Magnetisirung ist umständlicher, als die der Hufei 
senmagnete; c) sie werden bald rostig, und man hat immer Aus 
gaben für das Abschleifen. 3) M ehr oder weniger anhal- 
ende Einwirkung der Magnete auf die kranken 
l heile, oder den Körper überhaupt. Diese Methode 
)^ e ndet B. seit einigen Jahren fast ausschliesslich an, weil sie 
. m keine Zeit kostet und die Kranken über dieselbe leicht zu 
'"Strumen sind. Das Verfahren ist ganz einfach: man hält den 
Ranken Theil nach Gelegenheit oder Bequemlichkeit 10 — 20 — 
Minuten oder wohl auch Stundenlang an den Nordpol, oder 
J®6t den Magnet neben sich, oder während der Nacht unter das 
Kopfkissen, oder Unterbett etc. In den 8 Jahren, seit der Vrf. 
den Magnet kennt, hat er selten eine Nacht ohne Magnet ge 
schlafen, und er hat davon keine Nachtheile bemerkt, im Gegen- 
Jfieile erfreut er sich eines ruhigem Schlafs, als früher. Als 
"eispiele für diese Art der Anwendung mögen folgende Fälle 
"jenen: I. Ein »jähriger Knabe hatte, wahrscheinlich gleich von 
Geburt an, ein schwaches, kurzes Gesicht, was man jedoch erst 
"entlieh bemerkte, als er lesen lernte. Die Buchstaben konnten 
'hm dabei nicht gross genug geyn, und man musste ihm endlich, 
er nicht zu sehr zurückbliebe, eine Brille geben. Im Nov. 
1832 brachte man den Knaben zu B. Die Augen waren gehö- 
r 'S gebildet, doch ziemlich flach. Gewöhnliche Schrift konnte
	        
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