Full text: (11. Band = 1835, No. 9-No. 16)

IV. Chirurgie und Ophthalmologie. 
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Hückwärtsbeugungen des Kopfs stärkere Zusammenziehung des 
iternöhyoideus bedingt wird. Im mitgetheilteu Falle war dies 
®° auffallend, dass Ch. mehrmals den Kopf rück- und vorwärts 
beugen liess, um sich bestimmt zu überzeugen, dass dadurch al* 
e 'U diese Athmungsbeschwerdeu hervorgerufen und entfernt wur- 
uen. — Ob nicht diese Zufälle durch krampfhafte Affection des 
.• sternohyoideus iin hohem Grade entstehen können, so dass 
8le nicht durch Vorwärtsbeugungen des Kopfs zu vermindern oder 
?b entfernen sind, will der Vf. nicht geradezu in Abrede stellen, 
'eitere Beobachtungen müssen darüber entscheiden, -r- Jeden* 
alls aber ergiebt es sich aus diesen Betrachtungen, dass es ge* 
Jathener seyn möchte, die Trennung der weichen Theile an der 
n, >ern Seite des Knochens immer nach der Absägung vorzuneh- 
Inen i und damit die'Operation zu beschliessen , indem es dann 
"ohl nicht mehr uölhig ist, den Kopf rückwärts zu beugen und 
fahrend der Absägung, wenn der Kopf auch .nicht gerade rück- 
"ärts gehalten werden muss, es doch immer hindern würde, 
Wenn er stark vorgeneigt werden müsste. Auch ist zu beriick- 
"btigen, dass, wenn während der Ablösung der weichen Theile 
' , ' 11 der innern Seite des Knochens bedeutendere Blutung ein- 
*' sie kaum vor vollendeter Absägung gestillt werden kann, 
während, wenn mau die weichen Theile ablöst, nachdem der 
“ochen abgesägt ist, etwa spritzende Gelasse selbst während 
er Ablösung, ininie/ aber nach derselben sogleich leicht unter- 
u nden werden können. Nach der Operation kommen auch manch* 
8 Athmungsbeschwerdeu durch Zuriickdrängen der Zunge vor, 
e lches aber nicht durch Zusammenziehung der Muskeln, son- 
ern durch Zusammeudrücken der Seitentheile der Kinnlade und 
^ e, i dadurch beengten Baum der Mundhöhle bedingt ist. Dies 
-‘•'ruckdrängen der Zunge muss man wohl vom Zurückziehen 
/selben unterscheiden. Die dadurch hervorgerufeiieu Zufälle 
bnnen so drängen, dass der Verband gelöst werden muss, Dül- 
y ,ci * hat in einem solchen Falle, wo Erstickungsbeschwerden zum 
brschein kamen, die beiden Knochenenden durch Golddraht in 
'origer Entfernung von einander zu erhalten gesucht und die 
jj bode vereinigt. — Die Durchsägung des Knochens mit der 
e yselten Säge ist immer schwer und langwierig, wenn auch 
„ " e “och ungleich zweckmässiger, als die Scliejbeusäge ist. Eine 
Bogensäge erleichtert diesen Act aber sehr, und man wild 
Oselbe immer ohne Schwierigkeit anweijuen könneu, wenn mail 
i■ hinter den Kraukeu etwas höher stellt und die Säge, mit 
Griffe nach oben, von oben nach unten führt, Den Knochen 
def zu ddrehsägen, hält der Vf, für unzweckmässig, wenn da- 
breh nicht etwas Erhebliches vom gesunden Knochen erhalten' 
'*«1 könnte. Der Rath zur schiefen Durchsägung ist wohl 
^ “P'ünglich darin begründet gewesen, dass inan Vereinigung der 
g I 11 I’rennungsfjächen bezweckte, was nur bei Desertionen von 
* r kleinen Partieen des Kinns ausführbar ist, Auch Delpecij’* 
8üi 
«imarimn d, Medicia. XI. 
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