Full text: (11. Band = 1835, No. 9-No. 16)

386 II. Pathologie, Therapie und inedicinische Klinik. 
zes Blut, welches mit einer Lymphschicht überzogen war. D> e 
rechte Herz- und Vorkammer waren ebenfalls au ihrer inner» 
FJäche dunkelrotli und mit von Blute strotzenden Capillargefässe» 
versehen und enthielten einen 1—2 Unzen schweren, schwarzen» 
mit dicker Lymphe überzogenen Blutpfropf, dessen Arme in di» 
nahen grossen Gelasse reichten und deren Höhlen grössteutheil® 
ausfüllten. — Die innere Fläche der Aorta und Lungenschlag' 
adern war in der Mähe des Herzens dunkelroth und weiterhi» 
ziijnoberroth. Die Aorta zeigte überdies au mehrern Stellen he' 
ginnende und wirkliche Verknöcherungen. — Die mit Fett uffl' 
gebene Aorta descendens enthielt viel Blutgerinnsel, war an ih' 
rer innern Fläche stark geröthet und mit Knochenplatten uiid 
knöchernen Erhabenheiten versehen. [Med. Jahrbücher d. k. *- 
österr. Staates, Bd. 17, St. 3.] 
II. Pathologie, Therapie und medicinische Klinik- 
208. Pathologische Seltenheiten; vom 0. M. R. P r ' 
IIohnbau» in Hildburgshausen. Der \frf. kennt einen Mann, de f 
nicht nur ..durch Zuhalten der Masenlöcher Tabaksrauch durcl* 
die Thränenpunkte treiben kann, sondern bei dem auch auf die' 
ses Manöver, wenn dazu kein Tabaksrauch genommen wird, Luit 
und Thränenfeuchtigkeit mit zischendem, auch Andern hörbarei» 
Geräusche, wie aus einer Spritze, durch beide Thränenpunkte 
dringt. — Ein anderer Mann kann den rechten kleinen Finge f 
nicht allein beugen, während dies leicht gelingt, wenn er die 
übrigen Finger dieser Hand zugleich mit ilectirt. Der Fehl» 1 ' 
scheint angeboren, wenigstens weiss der Mann nicht, dass es } e 
anders gewesen sey, auch will er von keiner üussern Verletzung 
wissen, in deren Folge das Uebel vielleicht entstanden seyn könnte- 
Wahrscheinlich fehlt ein Beugemuskel des kleinen Fingers, viel' 
leicht der Flexor brevis oder Adductor ossis metacarpi digili » ll ~ 
nirni, so dass die noch übrige Beugung von Wirkung des Flex° f 
sublünis oder profundus allein abhängt. — Emma IN. verrichtete 
von Kindheit an, w-as sie zu verrichten hatte, immer lieber m' 1 
der linken, als rechten Hand. In der ersten Schwangerschaß 
bemerkte sie schon, dass die linke Brust bedeutend stärker, »1» 
die rechte wurde. Mach der Entbindung stellte sich in jene f 
auch sogleich mehr Milch, als in dieser, ein, auch wollte da» 
Kind anfangs immer lieber an die linke, als an die rechte Brust- 
Aus jeuer floss viel mehr Milch aus, als aus dieser, so das» 
sich beim Anlegen einer Milchflasche diese nach einigen Stunde» 
immer zur Hälfte füllte, wenn auch die Brust immer noch meliO 
als gewöhnlich^ gefüllt blieb. Wohl w-eil das Kind an der lin 
ken Brust Heber und länger trank, wurde die Warze etwas, dad* 
nur unbedeutend wund und es entstand, wenn auch das Kiud r c '
	        
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