Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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{iJ, Pathologie, Therapie und medicinische Klinik; 38 
den. Das Kind befindet sich, das Erbrechen. ausgenommen, den 
übrigen Theil des Tages wohl. — Sechsmal hat diesea Fieber 
seinen Cyclus beendet, als das Kind von einem Augenübel, der 
Beschreibung nach, einer gewöhnlichen Ophthalmia neonatorum 
befallen und die Gestalt des Fiebers gleichzeitig noch durch ein 
anderes Symptom verändert wird. Nämlich jetzt, also den 7. "Tag 
nach der Geburt des Kindes, nimmt man wahr, dass der Hitze 
deutlicher Frost vorausgeht. Ob nun dieser Frost jetzt ‚erst ein- 
trat und bisher noch keine Spur von ihm dagewesen, wie’ die 
aufmerksame Mutter behauptet; oder .ob es bloss der Beobach- 
tung bis jetzt entgangen war,. liegt. im dunkeln Hintergrunde. 
Allein sein jetziges Daseyn war offenbar: er trat täglich vor 4 Ühr 
ein, hielt 10 Minuten an, gewann. täglich an Intensität und Aus- 
dehnung, so dass er nach 14 Tagen das jedesmalige Leiden des 
armen Kindes um. eine Stunde vermehrte. — Das Augenübel heilte 
die Natur; allein nicht so das Fieber, zu welchem sich in-der 
4. Lebenswoche (man wusste den Tag nicht genau anzugeben) 
sogar noch Schweiss gesellte. So hatten sich also die 3 
Zeiträume einer regelmässigen Intermittens ausge- 
bildet: eine Quotidiana, welche +} ‚Stunde anticipirte. — Die 
Kltern nannten die Krankheit bei ihrem wahren Namen, brauch- 
ten mauncherlei Hausmittel und auch Fieberpulver, welche der 
Vater von einem der hiesigen Apotheker bekommen zu haben 
vorgiebt; allein der Gebrauch aller dieser Mittel hatte nicht den 
gewünschten Erfolg. Nachdem man mit diesem fruchtlosen Han- 
deln wiederum 6 Wochen Zeit verloren hatte, ward ich den 5; 
Novbr. 1828 veranlasst, dem Kinde Hülfe zu leisten. — Das Ge- 
sicht des Kindes war livid, gedunsen; der Körper abgezehrt, der 
Unterleib ‚aufgetrieben, jedoch durchaus weich und scheinbar 
schmerzios. Täglich erfolgten 4 bis 5 hefige, sauerriechende Sedes; 
die Zunge war mit einem gelblich - weissen Schleime belegt; aus 
dem Munde ruch das Kind sauer; es nahm weiter nichts, als 
die Mutterbrust, und brach, wie oben erwähnt, eine äusserst 
sauerriechende Flüssigkeit weg, — Ich richtete meine Anfmerk- 
samkeit zunächst gegen die Störungen in den Digestionswegen: 
ein Schütteltränkchen aus Anima Rhei, Magnesia, Zucker und 
Wasser nahm die Säure, nahm den Durchfall weg, stillte aber 
nicht das Erbrechen und die Zunge blieb, wie sie war. Süsse 
Kxtracte mit Salmiak verwandelten diese Quotidiana binnen 10 
Tagen jn eine Tertiana. — Ich hatte mich nun durch Beobachten 
überzeugt, dass die Sache mit dem Fieber ihre Richtigkeit habe, 
Nasselbe trat Nachmittags um 4 Uhr mit determinirtem Froste 
ein, worauf um 3 Uhr Hitze folgte, welche inclusive des Schweis- 
ses bis nach Mitternacht anhielt; die übrigen Tagesstunden war 
das Kind nicht sichtbar leidend. Das Fieber rückte täglich 4 
Stunde vor, ward aber mit dem Tertian -Typus stationär, — Da 
auch bittere Extracte das Erbrechen nicht stillten und in dem 
Zustande des Kindes keine Befndensveränderung bewirkten; so
	        
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