Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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i. Pathologische Anatomie. 
netze bestehende Streifen. Die das Hirn überziehende Arach- 
noidea ist nach Entzündung, wenn dieselbe noch so rasch 
verlief, meist nicht geröthet, hat aber die Durchsichtigkeit ver- 
loren und ist milchweiss, verdickt. In Hirnhöhlen, so wie unter- 
halb der die Windungen des Gehirns überziehenden Arachnoidea 
sicht man bei Menschen, die vor dem Tode delirirt hatten, häu- 
fig wasserhelle, durchsichtige Flüssigkeit, ohne Flocken und 
ohne Veränderung der Hirnhäute ergossen. Diese Flüssigkeit 
darf man nicht für Product der Entzündung nehmen. So wie 
die Schleimhaut des Magens und Darmcanals, so fand R. auch 
das Peritoneum in manchen Entzündungen nicht geröthet, son- 
dern grau. Bei Section einer, den 4. Tag nach schwerer Ent- 
bindung unter allen Zeichen von Peritonitia gestorbenen Frau 
war der Unterleib so tympanitisch, dass die Luft, als man die 
Bauchhöhle öffnete, mit Geräusch ausströmte. In der Höhle des 
Peritoneums fand sich braune undurchsichtige Flüssigkeit ergos- 
sen. Das Peritoneum war, wo es den Ueberzug des Dünndarms 
bildete, nicht geröthet, sondern zeigte breite, scharfausgespro- 
chene, graue Streifen, Der Uterus war normal. Könnten viel- 
leicht die hier innerhalb des Peritoneums befindlichen Gasarten 
die eigenthümliche Farbe veranlasst haben? Bedenkt man, dass 
auch die Leber durch die nach dem Tode in der Höhle des Pe- 
ritoneums entwickelten, oder durch die Wandungen des Darm- 
canals nach dem Leben hindurchgedrungenen Gasarten auffal- 
lend in ihrer Farbe verändert wird, so ist dies gar nicht un- 
wahrscheinlich. Wie oft findet man das bläuliche, graue, schwärz- 
liche, brandige Ansehen der Leber als krankhaft aufgeführt. 
Meist ist jedoch diese besondere Färbung der Leber erst nach 
dem Tode entstanden und hat daher durchaus keine Bedeutung, 
Diese bläulichgraue , oder schwärzliche Färbung dringt oft nicht 
weiter, als einige Linien in die Substanz ein; auch findet sie 
sich bei sehr Vielen, mag die Art des Todes diese, oder jene 
gewesen seyn. Je länger nach dem Tode die Section vorgenom- 
men wird, desto tiefer geht dies missfarbige Aussehen in die 
Substanz hinein, Auf der convexen, dem Zwerchfelle zuzewand- 
ten Fläche ist die Farbe der Leber meist die gewöhnliche, weil 
diese Fläche der entwickelten Luft minder ausgesetzt ist. Dass 
die Wandungen der Gallenblase nach dem Tode die Galle nicht 
mehr abgesondert erhalten können, ist bekannt. Die Schleim- 
haut der Gallenblase sieht im Leben weiss, nach dem Tode aber 
werden nicht nur ihre Wandungen von Galle durchdrungen, son- 
dern auch die‘ nahen Theile, namentlich einzelne Windungen des 
Darmcanals sind von Galle gefärbt, (Schluss folgt). [Med, 
Corresp. Blatt des württ. drztl. Vereins, Bd, IV. Nr. 11.]
	        
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