Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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IV. Chirurgie und Ophthalmologie. 
sonders in der rechten Stirngegend geplagt, das Auge jedoch 
blieb in diesen Stunden nur in einem gereizten Zustande. Jetzt 
liess ich den Kranken ohne Mittel. Da aber am 2. und 3. Juli 
um die genannten Stunden sich. immer noch Kopfschmerz einstellte, 
wobei jedoch eine Affeetion des Auges nun nicht mehr zu be- 
merken war, so liess ich am 3. Abends und am 4. früh auf 
die oben angegebene Art nochmals 4 gr. Chinin, sulph. nehmen, 
worauf am 4. zwischen 1 und 2 Uhr Nachmittags der Kopf noch 
einmal ganz \Jeicht in der rechten Hälfte zu schmerzen anfing, 
bald aber ganz frei wurde. Seitdem hat sich Pat., den ich noch 
mehrere Wochen beobachtet habe, völlig wohl befunden. Dass 
intermittirende Fieber um diese Zeit im hiesigen Orte mehrfach vor- 
gekommen wären, ist mir nicht bekannt geworden. — Binnen 11 Jah- 
ren, in welchen ich früher täglich in hiesiger Heilanstalt für arme 
Augenkranke eine nicht unbedeutende Anzahl von Augenkranken 
sah, ist mir nur Ein ähnlicher Fall vorgekommen und zwar bei 
einem Buchbindergesellen, der einige Jahre früher in Giessen ein 
ähnliches Leiden gehabt haben wollte. Die Entzündung der Scle- 
rotica war bei diesem Kranken stärker, als bei dem oben in Rede 
stehenden, und ausser der Zeit des Anfalls waren die Augen ganz 
frei. Das Uebel wich, nachdem man es erkannt und einige Tage 
genau beobachtet hatte; der China sehr bald. 
80. Ectropium anguli oculi externi geheilt 
durch die Tarsoraphie; aus der Praxis des Prof. Dr. 
v. Ammon in Dresden mitgetheitt von Dr. Zeıis daselbst. Eine 
24jährige Frau, die }mal geboren, litt seit ihrer Verheirathung 
an Ohnmachten, die sie als Mädehen nie gehabt hatte. Sie wurde 
von diesen besonders in der ietzten Zeit der Schwangerschaft 
und während des Stillens befallen, doch’ blieben sie auch, wenn 
sie nicht schwanger war, nicht ganz aus. Sie wurde olıne Vor- 
boten plötzlich bewusstlos und blielr ohne Krampfanfälle etwa 5 
Minuten ohnmächtig. Diese Zufälle wiederholten sich bisweilen 
in 24 Stunden 4 — ömal, bisweilen nur alle 4 Wochen. Die 
Mutter der Kranken hat an demselben Uebel gelitten, ihre 3 ver- 
heiratheten Schwestern aber sind davon frei. — In einem solchen 
Anfalle nun war die Frau vor 14 Jahren mit dem Kopfe in ein 
Kohlenbecken gefallen, und hatte davon auf der rechten Schläfe- 
gegend, 1 Zoll vom Augenwinkel, eine Verbrennungsnarbe be- 
halten, die durch ihre Zusammenziehung den äussern Augenwinkel 
einige Linien vom Augapfel entfernt hielt, also Ketropium anguli 
oculi externi bildete. Die Augenlidspalte war daher viel breiter, 
als die der andern Seite und der äussere Augenwinkel lief nicht 
mehr unter spitzigem Winkel zu, sondern ein Bogen vermittelte 
den Uebergang des obern Lides in das untere. Die immer der 
Berührung mit der Luft ausgesetzte Conjuncliva war im äussern 
Winkel geröthet. — Lästige Spannung der Narbe‘ und Unmöglich- 
keit, das Auge völlig zu schliessen, bestimmten Pat., sich operiren 
zu lassen. -v. Ammon unternahnt die Operation nach v. VW -+
	        
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