Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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ı Pathologie, Therapie und medieinische Klinik, 4% 
Ränder heilen; dass diese Ränder sich scharf begränzt darstel- 
len, anfangs noch aufgeschwollen sind, sich aber später mehr 
abflachen, durch diese allmähliche Abflachung mit der Zellgewebe- 
schicht, die den Grund des Geschwürs zu überziehen‘ begonnen 
hat, verschmelzen und nun eine breitere, etwas vertiefte Narbe 
bilden. Vielleicht begränzt das Zellgewebe unter der Schleim- 
haut das Geschwür in seinem Grunde, während momentane Re- 
action in seinen Rändern Abstossung des Entarteten und Aus- 
schwitzung von Faserstoff zur Narbenbildung möglich macht. Im- 
mer bleibt aber da, wo das Geschwür bestanden hat, Defect der 
Schleimhaut, Der mitgetheilte Fall weist überdiess unwiderlegbar 
nach, dass dieser Heilungsprocess ‚selbst dann noch erfolgen kaun, 
wenn sich auch viele Geschwüre ' halten, ein für die 
Prognose wichtiger Umstand, — | m. Vereine f. Heilk. 
in Preussen, 1835, Nr, 10. 
255. Einige Bemerkungen über Bandwurmeunren} 
aus dem Tagebuche des Dr. W. FarparcH zu Leipzig. — Die 
Anzahl der Band wurmkranken, die sich seit 10 Jahren mir. zur 
Behandlung darboten, ist nicht gering; sie umfasst 67 Fälle. Ich 
prüfte so manche, in älterer und neuerer Zeit gegen dieses Ue- 
bel empfohlene Heilmethode, so manches dagegen gepriesene 
Mittel; unter allen aber fand ich keins, welches das Prädicat der 
Zuverlässigkeit verdient hätte, Schwerlich dürfte auch ein sol- 
ches gefunden werden; denn da, wie bekannt, oft bei ein und 
demseiben Kranken ein schwaches Mittel den Wurm vollständig, 
oder wenigstens zum grössten Theile zu Tage fördert, während 
die eingreifendete Curmethode auch nicht ein Glied desselben 
zum Vorschein bringt, so kann diese Verschiedenheit des Erfol- 
ges unmöglich in der Wirkung der Mittel gesucht werden, son- 
dern es muss durchans Momente geben, weiche den Abgang des 
Wurms begünstigen. Was dies für welche sind, liegt der Kunst 
noch ob zu ermitteln; indessen, eins wenigstens hat die Erfah- 
rung bis jetzt kennen gelehrt, und dies ist der freiwillige 
Abgang einzelner Glieder des Warmes. Schon längst 
beobachtete man, .dass bei dem Vorhandenseyn dieser Erschei- 
nung der Wurm am leichtesten und sichersten zu entfernen war, 
nur scheint man.sich nicht ‚bestimmt. genug darüber ausgespro- 
chen zu haben, ob es gleichgültig sey, unmittelbar nach Kintritt 
dieser Erscheinung, oder erst einige Tage nachher die Cur des 
Bandwurms zu beginnen. Wie mich die Erfahrung vielfältig ge- 
Jehrt hat, muss sogleich unmittelbar darauf, wenn sich. Glie- 
der des Wurms von kleinen Stücken zeigen, Hand ans Werk ge- 
legt werden; denn schon eine Verzögerung von 24 Stunden ist 
im Stande, die ganze Cur zu vereiteln, . Man mache daher den 
Kranken darauf aufmerksam, täglich nachzusehen, ob der Art 
eiwas abgegangen sey, und, falls er etwas bemerkt, sich unver- 
züglich zu melden. So verfuhr ich seit mehreren Jahren und 
batte die Freude, durch folgendes einfaches Verfahreu in den
	        
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