Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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V; Gynäkologie und Pädiatrik. 
den an, worauf es gelang, Stuhlgang hervorzurufen, bei dem 
ganze Schüsseln voll Excremente entleert worden sein sollen. 
in der Zeit vom ersten zum zweiten Erbrechen nahm Pat. wahre 
Kindesbewegungen‘ in der rechtem Seite wahr, ‘nach diesen 
jetztere aber nie wieder. Bei wiederkehrender Genesung blieb 
Schwäche und sehr harter ‚- aufgetriebener ,. schmerzhafter Unter- 
leib zurück. Im Juli, nachdem Pat. völlig genesen war, und 9 
Monate nach dem ersten Ausbleiben der Periode zeigte sich diese 
wieder mit wehenartigen Schmerzen und Pat, glaubte, es: werde 
nun zur Entbindung kommen. Bei Unsicherheit der zur Hülfe 
gerafenen Hebamme wurde eine zweite zır Rathe gezogen, die, 
während jene die Schwangerschaft ganz leugnete, dieselbe, als 
im 6. Monate begriffen, annahm. * Sie fühlte runde Kindestheile 
Burch das Scheidengewölbe, wusste‘ indess nicht anzugeben, ob 
das Kind in oder ausser der Gebärmutter liege. Die Schmerzen 
liessen nach, und es kam nicht zur Entbindung, im Gegentheile 
traten nach innern Mitteln und 10 Wasserbädern die Katamenien 
wieder regelmässig ein, doch war es ein brannrother, sich: zie- 
hender schleimiger Ausfluss, der so, monatlich: wiederkehrend, 
bis im Nov. 1826 anhielt, worauf danız die Periode sich-im ge- 
wohnter Art ohne Schmerz und Leukorrhöe zeigte. Die Frau 
behielt dauernd einen starken Leib, eine kindkopfgrosse, harte, 
Geschwulst im Unterleibe links, dem Hültknochen nahe und 
Schmerz an dieser Stelle, 1829 bekam sie ein -Schleimfieber 
und musste, weil das Uebel in lentescirendes Fieber mit wasser- 
-süchtigen Anschwellungen überging, 3 Monate das Bett hüten. 
Bald darauf wurde sie Witwe, schien bis auf den starken Leib 
gesund und verehelichte sich 1830 zum 2. Male, konnte aber 
der Schmerzen in der linken Unterleibsseite wegen nie ‘viel ar- 
beiten, doch blieb sie, so viel es möglich war, thätig. Bald 
nach ihrer Verheirathung wurde sie schwanger, die Schwanger- 
schaft verlief ohne besondere Beschwerden, und am 21. Juni 1831 
wurde ein gesundes Mädchen leicht geboren, das die dabei eich 
wohl fühlende Mutter stillte. Noch während des Stillens wurde 
sie wieder schwanger, Es trat nämlich 4 Jahr nach der ersten 
Entbindung die Menstruation wieder ein, kehrte bis Juni wieder, 
blieb dann weg und kam im Vet. mit heftigem Durchfalle und 
Schmerzen wieder zum Vorschein, Im Oct. 1832 gebar die Frau 
abermals ein gesundes Mädchen. Bei beiden Entbindungen: hiel- 
ten die heftigsten Schmerzen zur Geburt nie über 3 Stunden an 
und Schwangerschaft wie die Entbindungen zeigten nichts ' Ab- 
normes. Auch das letztere Mädchen stillte: die Mutter 6 Mo- 
nate. Doch schon am 2. Tage fach der letzten Entbindung nahm 
man Folgen von Erkältung während: derselben wahr. ‚Es stellten 
sich nämlich Schmerzen im Unterleibe und Auftreibung desselben, 
so wie schmerzhafter grauer Durchfall mit Wasserschneiden ein. 
Nach Beseitigung dieser Beschwerden ging die Frau zu früh aus 
und unterdrückte- dadurch die Lochien, auch beging sie manche 
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