Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

UI. Materia medica und Toxikologie, 3 
dunkel, aber nicht durchfällig; der letzte Nachtschweiss um vie- 
les geringer; der Fieberanfall kürzer, mit geringeren Hirn- und 
Brustsymptomen und ein deutliches Stad, sudor. zeigend. VWVer- 
ordnet: Kırtr. chelid. maj., Fart, tartaris., Islixir. vise,. Hoffın., 
ana. 3jj. mit Ag. font. Zu. Am 8, kein wirklicher Fieberanfall, 
sondern nur geringes Ziehen und Dehnen in den Gliedern und 
häufiges Gähnen, Der 9. desgleichen; die Zunge aber ziemlich 
ganz rein, Kopf und Brust ganz frei, Appetit natürlich, fast gar 
kein Nachtschweiss. Die letzte Arznei wiederholt. Am 180. 
Nachmittags 4 Uhr ein starker Fieberanfall, der regelmässig aus- 
gebildete Stadien hatte, ohne sonderliche Brust- und Hirnsymptome 
verlief und bis gegen 10 Uhr Abends dauerte. Nachts ruhig; 
kein Schweiss. Den 11. und 12; kein Fieberanfall,, ganz leid- 
liches Wohlbefinden, Zunge noch schwach belegt; Lebergegend 
nicht mehr empfindlich. Arznei wiederholt. Am 13. einen glei- 
chen. Fieberanfall wie am 10. Verordnet: Putam. nuc. jugl. 3jj. 
mit Ag. menth. pip. 3vj. Den 14. und 15, Alles gut; den 16. ein 
schwächerer Fieberanfall, Arznei wiederholt. Den 19. ein noch 
schwächerer Anfall. Arznei wiederholt. Am 22, den letzten, 
kaum merklichen Anfall. — Von nun an reichlichere, leicht ver- 
dauliche Nahrungsmittel und den geringeren 14tägigen Fortge- 
brauch des letziern Mittels, dem aber, da sich eine zu träge 
Stuhlung einstellte, Kal. acetic. 3jj., hinzugesetzt wurde. — 
K. N. erfreut sich jetzt der erwünschten Gesundheit und die 
Lebergegend ist nicht mehr anfgetrieben. — 2) In einem Falle 
von Fiuor, albus. — K. L., eine 26jährige, etwas cholerische, 
sonst kräftige , stets regelmässig menstruirte Frau litt schon seit 
19 Monaten am weissen FlInss, als sie im Monat Jul. 1833 
mich um ärztliche Hülfe ersuchte. Vorausgegangene syphilitische 
Ansteckung wurde hart geleugnet und konnte auch nicht durch 
die genaue Untersuchung nachgewiesen werden. Das Uebel hatte 
mit dem Abgange einiger mit Schleim gemengten Blutstropfen 
begonnen, und nach und nach war der Abgang mehr schleimig 
und so reichlich geworden, dass Pat. nothgedrungen einen Tag 
um den andern die Wäsche wechseln musste. Die Menstrustion 
im Ganzen wenig verändert, nur etwas schwächer und länger 
anhaltend. Durch die mannichfaltigen innerlich und äusserlich 
angewendeten Mittel war der Ausfluss bald geringer, bald stärker, 
bald rein schleimig, bald sehr blutig geworden, bald Brennen 
und Schmerz in den Geschlechtstheilen, bald nicht, vorhanden 
gewesen. Im Monat Jul. 1833 war der Ausfluss am Tage mehr 
blutig, des Nachts mehr schleimig , aber in enormer Menge vor- 
handen, die Geschlechtstheile äusserlich, jedoch nicht entzündlich 
geschwollen; sonst nichts wahrzunehmen. — Behandlung. 
Tragen von Hosen, öfteres Auswaschen der Geschlechtstheile mit 
kühlem Wasser, Vermeidung des Coitus, Schlafen auf dem blossen 
Strohsacke, strenge Diät, keinen Kaffee etc. und ausser dem fleis- 
sigen Trinken eines Thees (aus Weissdorn und Taubues-
	        
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