Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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IL; Pathologie, Theraple und meiulicinisehe Klinik, 39% 
ob nicht Einklemmung am innern Leistenringe Statt finde, Ader- 
lass, Blutegel, Blasenpflaster auf den Bauch, erweichende Ein- 
reibungen und Klystiere,. so wie Emulsionen mit Nitrum hatten 
den Schmerz eiwas erträglicher gemacht, doch wurde der Bauch 
nicht kleiner, auch gingen Stuhlgang und Blähungen nicht ab. 
Am nächsten Morgen‘ wurde Kalom. und ein warmes Kleienbad 
ebenfalls ohne wesentlichen Nutzen verordnet, . Mittags wurde II 
zum Council gerufen. Pat. lag unbeweglich auf.dem Rücken, dass 
Gesicht war blass, kalt, freundliche Resignation ausdrückend, die 
Extremitäten kalt, der Puls klein, schnell, der Bauch aufgetrie- 
ben, sehr hart, schmerzhaft, die Respiration beklommen und 
Schluchzen und Erbrechen einer chocolatefarbenen Flüssigkeit 
kehrten häufig wieder. Der sehr grosse Durst wurde dyrch Sel- 
terser Wasser, gestillt. Der Bauchring verhielt sich wie angege- 
ben. H. diagnosticirte auf Magen- oder Darmriss oder Volvulus 
und verkündigte baldigen Tod. .Man verordnete eine Emulsion 
mit Ricinusöl, 0% Crot, und Sal, ammon, Tabaksklystiere mit Asa 
foetida und wiederholte Bäder. In der Nacht verloren sich alle 
Schmerzen, es trat mehrmals Oeffnung ein, Schluchzen und Er- 
brechen dauerten aber fort, Pat. wurde immer schwächer und 
verschied völlig bei sich am nächsten Mittage, also in der 51, 
Stunde der Krankheit. Bei der Section, bei der die Schädelhöhle 
ungeöffnet blieb, fanden. sich :sämmtliche Organe der Brusthöhle 
ungewöhnlich stark unter sich verwachsen, die Lungen waren, im 
hintern Theile etwas tubereulös,. dunkelblan, blutreich, ‚zusam- 
mengefallen, das Herz klein, schlaff, livid. ‚Bei Oeffuung der 
Bauchhöhle stürzte gleich weissliche, schleimichte Flüssigkeit ent- 
gegen, die auf den Gedärmen schwamm und sich als unverdau- 
ter Speisebrei, auswies. Die Gedärme waren auf der Oberfläche 
sehr entzündet, blauroth, von khuft ausgedehnt, stark unter sich 
und mit den nahen Theilen verwachsen, in ihrem Lumen durch- 
aus etwas verengt. . Sonst waren sie normal, namentlich war ia 
den rechten Leistencanal keine Darmschlinge eingesenkt. Die Le- 
ber war blutreicher, als gewöhnlich und überall stark angewach- 
sen. Zwischen Leber und :Magen lagen 4 grosse Spulwürmer, 
von denen einer noch lebte; Pankreas, Milz und Nieren waren 
gesund, adhärirten aber auch stark nach allen Seiten. Der Ma- 
gen hatte die gewöhnliche Weite, war von der erwähnten Flüs- 
sigkeit halb angefüllt und von aussen nicht entzündet. Aufge- 
schnitten zeigte er etwa 2)“ unter der Cardia in der grossen Cur- 
vatur ein rundes gcharfausgeschnittenes Loch so gross wie ein 
Sechskreuzerstück. Die Ränder desselben waren nicht aufge- 
lockert, verdickt, oder erweicht, im Gegentheile schienen die 
Magenhäute hier verdichtet. Auf der innern und äussern Fläche 
waren die Ränder von einem zarten schwarzen Streifen einge- 
fasst, während. die mittlere Schicht weiss, dicht, fasst knorpel- 
ähnlich erschien. In der Umgegend bemerkte man nirgends eine 
Spur. von Entzündung ,.. oder Verschwärung. 2 Zolle weiter ab-
	        
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