Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

390 .M.. Pathologie, Therapie und medichnische Klinik; 
entleerte. Gleich darauf liess er in die.Herzgrube ein Blasen- 
pflaster setzen und verordnete die erwähnten Pillen mit  Alc&. 
Die Avsleerungen danach waren nur wässerig und es irat keine 
Erleichterung ein. Pat, erhielt nun eine Mixtur mit Tart. tartı; 
Kztr. Tarar. und Kerm, miner.,.in den heftigsten Exacerbatio- 
nen aber Opium uud zum Einreiben Ung. Autenr. 2 "Vage nach- 
her, als der Ausschlag schon in voller Blütbe stand, wurden; da 
wieder ein sehr heftiger Anfall erschien, noch 2 andere Aerzte 
befragt. Die Dyspnöe war heftig, der Athem pfeifend, der Hals 
bereits emphysematisch, die Zunge belegt, ‚die Verdauung ganz 
gestört, der Urin braun, der Puls ünregelmässig, und der Unter- 
leib mässig voll. Fieber war nicht zugegen. Die Collegen des 
Vrfs., ein organisches Herzleiden und beginnende Brustwasser- 
sucht annehmend, stimmten für Digital. mit Ag. Laurocer., wel- 
chen Mitteln der Verschleimung und der Magenschwäche wegen 
KExtr. Trif. fibr. zugesetzt wurde; Doch wurde. Pat. beim Ge- 
brauche dieser Mitiel sehr unwohl, -er ‚glaubte oft sich erbre- 
chen zu müssen und die Zunge. belegte sich mehr, doch. ging 
der. Urin noch in ziemlicher. Menge ab. Der Anfall ‚war übri» 
geus in der nächsten Nacht nicht so heftig. .R. gab. nun . Sat- 
miak mit Ag. Menth. pip. uud dann mit /nf. Faler,, worauf ei- 
pige Tage recht leidlich waren... Der Stuhlgang erfolgte . selten 
und war sparsam. Bald erschienen‘ wieder mehrere schlechte 
Nächte, - Pat. erhielt Asa foetid. mit Fel. tour, und: Salmiak in 
Pillen, nahm . jedoch nur 2 Mal davon, als. Nachts ‚ein neuer, 
sehr heftiger Anfall. eintrat. Die. berathenden Aerzte wurden 
wieder gerufen und verordneten wieder Znf. Digit; mit. Kal, acet.; 
Ozym. squill. und Spir. nitr.: dulc. R. hielt die Digitalis-.eben 
so wenig, wie früher für angezeigt, erwartete aber vom Kalt 
[acet. mit Ozym. 'squill. Wirkung auf den Unterleib. Wirklich er« 
folgten auch den 2. und 3. Tag 5—6 Stohlgänge mit grosser 
Erleichterung und dieselben bestanden aus lauter halbweichem 
Schafmist ähnlichen Kugeln, die unter einander durch Fäden von 
achmuzig - röthlichem. Schleime . verbunden waren. Dies für Be- 
sLätiguug seiner, Ansicht von der Natur. des Uebels haltend, ver- 
ordnete R. Tinct. Rhei vinos. mit Mann., wozu er später Kıtr, 
tarax. und etwas Tart, tartar. setzte. Hierauf erfolgten täglich 
2 halbflüssige Stuhlgänge und bald war Pat. völlig geheilt. - Mit- 
tel, die nebenbei angewendet wurden, wie Fussbäder, Senfteige, 
Dämpfe von Cicuta zum KEinathmen und Thee aus Eibischwurzel 
wurden bisher nicht angeführt, da sie ohne Erfolg blieben. In 
einem Erstickungsanfalle, wo Hände und Füsse erkaltet und der 
Puls klein und anssetzend war, liess R. zur Befreiung des klei- 
nen Kreislautes 6 Unzen Blut weg, wonach sich Pat. aber‘ kaum 
erleichtert fühlte. Das Blut war wie das eines Gesunden,‘ nur 
der Blutkuchen etwas lookerer. Auch dies Mal stellten sich in 
der Reconvalescenz Furunkeln ein. ; Der Vf. rieth num von Zeit 
[zu Zeit, besonders bei Verstopfung, eine auflösende Mixtur:7"
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.