Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

II... Pathologie, Therapie und medieinische Klinik, 889 
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wurde beengt, pfeifend. Die auch im gesunden Zustande nüch 
hinten immer gelblichweisse Zunge belegte sich bedeutend und 
die Ksslust verlor sich ganz; der Puls blieb ruhig, regelmässig, 
weich, die Haut war immer feucht, Abende stellte sich Exacer- 
bation ein, bei der sich aber kein Fieber vorfand, Pat. glaubte 
oft zu ersticken, die Oeffnung blieb zurück, der Urin ging ge- 
hörig ab und war braun wie Bier. Nur bisweilen wurden mit 
Erleichterung nach langem vergeblichem Husten einige kleine 
Schleimklümpchen ausgeworfen. Die Brust konnte durch Ein- 
atlımen völlig ausgedehnt werden. Schmerz hatte Pat. nirgends, 
jeloch fühlte er während der: Abends beginnenden und bis nach 
| Mitternacht anhaltenden Exacerbation den obern Theil der Brust 
wie von einem eisernen Bande. umzogen und dieses klemmende 
Gefühl war am stärksten zwischen den Schultern. Als Sitz des 
Hindernisses beim Athımen wurde der untere "Theil des Halses 
(die Bronchien) bezeichnet. Herzklopfen fand sich nicht vor, 
Der Unterleib fühlte sich voll, aber nirgends schmerzhaft an. 
R. gab zuerst Salmiak ‚mit Kırtr. Hyosc. und liess auf die Brust 
ein Blasenpflaster setzen, später Inf. Valer. mit Spir. sal amm. 
suce., dann Sulph, antim, aur. mit Calom. und während des An- 
falis. Zinct.. Valer, aeth. mit Spir. sal.amm. succ. Da jedoch 
hierdurch ‚nichts geändert wurde, der Stuhl träge blieb, die 
Zunge sich mehr belegte, der. Unterleib voll und kein Fieber 
zugegen war, .SO liess. er Pillen aus ‚Asa foet., Fel. taur. und 
KExtr. Aloes aquos. nehmen und das Ung. Autenr, in die Brust 
einreiben. Mehrere Tage ging darauf viel halbflüssiger Schleim 
ab, der. Urin wurde sehr jumentös und der Ausschlag kam bald 
und reichlich zum Vorschein. Von.nun ging es täglich besser. 
Der Kranke nahm noch ein Mal Pillen aus Rheum, Asa foetid, 
und Fel taur., wodurch der Stuhlgang, bei dem immer viel 
Schleim abging, 8 Tage angetrieben. wurde. Der Ausschlag 
wurde sehr heitig und äusserst schmerzhaft, trocknete aber bald. 
Jetzt zeigten sich auch die Klümpchen am Morgen wieder, doch 
war der untere Theil des Halses wohl durch heftigen Husten 
und Anstrengung beim Athmen emphysematisch, was sich je- 
doch in einigen Wochen von selbst.gab. Im Oct. 1833 stellte 
sich ein gleicher Anfall ein und wich demselben Verfahren, nur 
zetzte man, statt des Ung. Autenr. beständige Blasenpflaster. 
Mit dem Stuhlgange ging wieder viel Schleim ab, der Urin wurde 
dick-schleimig und in der Reconvalescenz kamen viele zum Theil 
sehr grosse Furunkeln auf Brust und Bauch, und zwar zuerst 
auf den Blasenpflasterstellen, zum Vorschein. Im Juli 1834 stellte 
sich derselbe Anfall ganz so, wie früher, ein, nachdem Pat. ei- 
nige Zeit vorher mehr Schleim ausgeräuspert, etwas schwerer 
geathmet und oft Kopfwel gehabt hatte. Mit der Dyspnöe ver- 
lor sich die Essiust, die Zunge belegte sich ganz gelb, und es 
stelite sich übles Aufstossen ein, Fieber aber war nicht vorhan- 
den. R,. gab ein Brechmittel, welches viel Galle und Schleim
	        
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