Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

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IV... Chirurgie und Ophthalmologie, 305 
feine Leinwand gestrichen, bedeckt und darüber Umschläge von 
kaltem Wasser mit Bleiessig gemacht. Hat die entzündliche Rei- 
zung etwas nachgelassen, so wird, um der gern darauf entstehen- 
den profusen Eiterung und schlaffen Granulation Gränzen zu 
setzen, je nach der Schmerzhaftigkeit entweder dem erwähnten 
Liniment zu gleichen Theilen Ag. calcarige zugesetzt, oder dasselbe 
mit Ung. Frahmü und Cerat. Saturn. ana verbunden, und nach Um- 
ständen die zu üppige Granulation mit Höllenstein beschränkt. Hat 
die Granulation das Niveau der. Haut erreicht, so sind zur Be- 
schleunigung der Vernarbung Solutionen des Lap. infern. oder 
Lap. miracublosus Ph. Sax. sehr gut. Besonders vom letztern hat 
S. unter diesen Umständen bei sehr ausgebreiteten und eindrin- 
genden Fussverbrennungen einige Male wirklich wunderbaren Er- 
folg gesehen. Zusehens bildeten sich Inseln und Brücken von 
zarter, gesunder Haut auf der Wundfläche, die, bei fortgeseizter 
Anwendung des Mittels in einander übergingen und bald dieselbe 
mit zartem, gesundem Hautüberzuge bedeckten. Nur durfte die 
Lösung nicht zu stark seyn, weil sich sonst Schorfe und Borken 
bildeten, unter denen die Wundfläche eiterte und die dann wie- 
der entfernt werden mussten. Durch dieses Verfahren hat der 
Vrf. die durch intensive Verbrennungen ausser Thätigkeit gesetz- 
ten Arbeiter viel früher ihren Geschäften wieder geben können, 
als dies nach seiner Erfahrung durch irgend eine andere Me- 
thode möglich ist. [Casper’s Wochenschr..f. d. ges. Heilkunde, 
1835, Nr. 5.] 
‚169. Amaurose in Folge von .Gehirnerschütte- 
rung, nach vorhergcgangener Operation des grauen 
Staars durch Extraction; mitgetheilt, aus den Milit. Medic, 
Berichten von L*. Einem auf beiden Augen am grauen Staare: 
leidenden Unterofficier wurde Ende d. J. 1832 durch die vom 
Regim. Arzte Beyer vollführte Extraction das Sehvermögen auf 
beiden Augen wiedergegeben. Im Jan. 1833 aber fiel ihm, als 
er eine Treppe hinabstieg, vom Boden herab ein grosses Holz- 
stück auf den Kopf, so dass er betäubt die Treppe hinunter ge- 
schleudert wurde und die dadurch herbeigeführte Gehirnerschüt- 
terung hatte unter Anderem .auch sofortige völlige Erblindung 
zur Folge. Während jetzt alle anderen Folgen des Falls ver- 
schwunden sind, besteht die Blindheit trotz aller Mittel noch. 
fort und es ist jede Hoffnung der Herstellung geschwunden. Die 
Augen sind starr, wenig beweglich, in der Tiefe dunkel, die 
Pupillen etwas verzogen und, jedoch nur mässig, erweitert. Ge- 
stalt und Grösse. der Augäpfel zeigen keine Veränderungen. Da 
auch keine besonderen Schmerzen in der Tiefe der Augen bald 
nach jenem Vorfalle eintraten, so ist wohl nicht organische Ver- 
letzung der Augen, sondern nur durch Erschütterung ‚des Ge- 
hirns, oder vielleicht auch der Retina und des Sehnerven be- 
wirkte völlige Lähmung der Netzhaut die nächste Ursache jener 
Summarium d. Medicin. 1835. X. 20
	        
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