Full text: (10. Band = 1835, No. 1-No. 8)

41. Pathologie, Therapie und medieinische Klinik. 2% 
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wurde; nur bisweilen zurückkehrender Orgasmus im Blute, ob- 
wohl von geringerem Grade, in Verbindung mit der piethori- 
sehen Constitution des Kranken unterhielten noch längere Zeit 
eine bei Individuen der Art unter gleichen Umständen nicht un- 
gewöhnliche Mattigkeit und Abgeschlagenheit, — Von der 2. 
Woche des Sept. ‚an begann ich nun meiner oben ausgesproche- 
nen 2. Indication nachzukommen; nachdem 16 Blutegel an den 
Alter gelegt und die Blutung aus den Wunden über 2 Stunden 
unterhalten worden war, indem der Kranke dabei auf einem mit 
heissem Wasser angefüllten Nachtstuhle sitzen musste, wodurch 
eine grosse Quantität zähen, dicken, höchst venösen Blutes ent- 
leert wurde, erhielt Pat. ein Pulver aus Tart, boraxr., Rheum, 
Flavedo Cort. Aurant., Magnesia und einem geringen Zusatze 
von Lac Sulphur., um nicht zu sehr zu erhitzen, was der Schwe- 
fel bei zu Wallungen geneigten Individnen sehr leicht vermag. 
Bei dem Gebrauche dieser Mittel machte Pat.zauffallende Fort- 
schritte; die Verdauungskraft belebte sich wieder, seine Gemüths- 
stimmung wurde froher, heiterer, und bei einer einfachen näh- 
renden Diät, mässiger Bewegung im Freien und dem Gebrauche 
allgemeiner lanwarmer Bäder, gewann er auch mit jedem Tage 
an Kräften. Gegen Ende Sept. konnte ich die Cur mit dem Ge- 
brauche von gelind auflösenden und zugleich tonisireud auf die 
Verdauung wirkenden VWVisceralpillen beschliessen, denen ich bei 
ihrer Wiederholung noch einige Gran Tart. stib. zusetzte, zu 
mehrerer Belebung des im allgemeinen zu einiger Trägheit hin- 
neigenden Abdominal-, Gefäss- und Nervensystems. Während der 
nächstfolgenden Merbstmesse, im Oct. 1828, stellten sich im 
Drange der Geschäfte und unter Anstrengungen körperlicher und 
geistiger Art hin und wieder mässige Wallungen nach der obe- 
ren Körperhälfte, vorzugsweise nach dem Gehirne ein, denen 
aber durch eine Pot. Tumarind, mit Tart, boraxrat. und einige 
geschärfte Fussbäder bald und mit Erfolg Einhalt. gethan wurde. 
Seit dieser Zeit hat sich W. fortwährend einer ungetrübten Ge- 
sundheit erfreut, obwohl er wieder zum Genusse des Brannt- 
weins zurückgekehrt ist und diesem nicht eben im allermässig- 
sten Grade fröhnt. Um nichts zu verschweigen, erwähne ich 
noch, dass ich denselben H. W. nach 6jährigem ununterbroche- 
nem Wohlseyn zu Anfang Decembers 1834 wieder an von leich- 
ten gastrischen Erscheinungen begleiteten, nicht unbedertenden 
Congestionen nach dem Kopfe behandelte, die unbezweizelt eine 
Folge seiner unpassenden Lebensweise waren, aber in wenigen 
Tagen, nach einem reichlichen Aderlasse, dem Gebrauche von 
scharfen, ableitenden Fussbädern und passenden antiphlogistischen 
Abführungen , vollständig beseitigt wurden. 
148. Berstung des Herzens; beobachtet von Dr. STREINZ: 
Ein Fuhrmann von etwa 50 Jahren, der schon large mit Asthma 
behaftet und sehr geschwächt war, sank, durch einen Wortwech- 
sel in heftigen Zorn gebracht, vom Schlagflusse getroffen, gleich
	        
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